RWE-Chef Peter Terium hat die Aufsichtsräte zu einer außerordentlichen Sitzung im August

RWE-Chef Peter Terium hat die Aufsichtsräte zu einer außerordentlichen Sitzung im August eingeladen. Der unter der Energiewende leidende Energiekonzern will mit einem radikalen Umbau aus der Krise kommen. - Bild: RWE

RWE-Chef Peter Terium hat die Aufsichtsräte zu einer außerordentlichen Sitzung im August eingeladen. Der unter der Energiewende leidende Energiekonzern will mit einem radikalen Umbau aus der Krise kommen.

Wie die Zeitung “Rheinische Post” berichtet, sollen Tochtergesellschaften zusammengelegt oder auf den Mutterkonzern verschmolzen werden. Am 10. August wolle Terium dem Aufsichtsrat auf einer Sondersitzung seine Pläne präsentieren, heiße es aus Konzernkreisen.

Tochtergesellschaften zusammengelegen oder verschmelzen

Bereits seit Monaten werde im Konzern eine Verschlankung der Strukturen unter dem Projektnamen “Parent” diskutiert. RWE solle zu einem Stammhaus umgebaut werden. Bisher ist die RWE AG eine Holding, die operative Arbeit machen die Töchter. Nun sollen viele von ihnen aufgelöst oder verschmolzen und stattdessen das Stammhaus gestärkt werden.

Unter der Mutter RWE AG seien allein sieben Töchter aufgehängt, organisiert als AG oder GmbH mit entsprechend vielen Vorständen, Stäben und bis zu 20-köpfigen Aufsichtsräten, erläutert die RP. Meist hätten die Töchter selbst noch Töchter.

Die Idee des Plans habe Terium seinen obersten Führungskräften in einem Schreiben erläutert, das der Zeitung vorliege. Darin werbe er für Vertrauen und versichere ihnen den Erhalt ihrer Rechte. So wolle er Unruhe unter den Führungskräften vermeiden, die nun vielfach versetzt werden sollen.

Streit droht Terium mit den Kommunen, die 25 Prozent an RWE halten, wie die Zeitung weiter schreibt. Ihnen gehe es vor allem darum, Standort zu bleiben und Arbeitsplätze zu behalten.

Der ebenfalls unter der Energiewende leidende große RWE-Konkurrent E.ON hatte im Dezember angekündigt, sich vom konventionellen Energiegeschäft zu trennen und es in eine eigene Gesellschaft abzuspalten. E.ON selbst will sich auf Geschäfte mit Erneuerbaren Energien, Netzen und Endkunden konzentrieren.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke