Siemens Zentrale

Die Energieinfrastruktur muss wieder aufgebaut werden. Siemens könnte das übernehmen. - Bild: Siemens

"Mit unserem Vorschlag beabsichtigen wir, innerhalb von vier Jahren elf Gigawatt Stromerzeugungskapazität zusätzlich zu schaffen", sagte ein Sprecher des Technologiekonzerns am Sonntag auf Anfrage.

Ziel sei es auch, Tausende von Arbeitsplätzen im Land zu schaffen, den Kampf gegen Korruption sowie die Ausbildung von Irakern zu unterstützen. Im Februar sei dem irakischen Regierungschef Haider al-Abadi ein Plan zum Wiederaufbau vorgelegt worden.

Es habe ein "positives Feedback von der Regierung für die Entwicklung der Energieinfrastruktur" gegeben. "Wir freuen uns darauf, eine offizielle Vereinbarung zu treffen", hieß es weiter.

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Siemens-Chef in Bagdad

Entschieden ist in dem Wettbewerb mit anderen Bietern dem Vernehmen nach noch nichts. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, Siemens stehe vor einem der größten Aufträge in seiner Geschichte.

Konzern-Chef Joe Kaeser sei in den Irak gereist, um eine Absichtserklärung auszuhandeln. Vorbild für die geplante Vereinbarung sei das Geschäft mit Ägypten, das Kaeser persönlich vereinbart hatte.

Im Rahmen des Wiederaufbaus des Irak soll das gesamte Land verlässlich elektrifiziert werden. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) soll sich nach Darstellung des "Handelsblatt" eingeschaltet haben.

Das Milliardengeschäft solle auch durch Hermes-Bürgschaften abgesichert werden. Neben Kaeser sei Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß (CDU) nach Bagdad gereist, um die deutsche Offerte bei finalen Verhandlungen mit der irakischen Regierung zu unterstützen. Siemens und das Wirtschaftsministerium wollten diese Informationen nicht kommentieren.