Der schwedische Netzausrüster Ericsson kommt zwar beim Umsatz besser voran als gedacht. Hohe Kosten

Der schwedische Netzausrüster Ericsson kommt zwar beim Umsatz besser voran als gedacht. Hohe Kosten für die laufende Restrukturierung nagen aber weiterhin am Gewinn. - Bild: Ericsson

Der schwedische Netzausrüster Ericsson kommt zwar beim Umsatz besser voran als gedacht. Hohe Kosten für die laufende Restrukturierung nagen aber weiterhin am Gewinn.

Mit 2,1 Milliarden schwedischen Kronen verdiente Ericsson im zweiten Quartal 19 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und verfehlte auch die Analystenerwartungen deutlich.

Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 60,7 Milliarden Kronen, umgerechnet etwa 6,5 Milliarden Euro. Hilfreich war, dass die Schweden den Abwärtstrend im wichtigen Nordamerikageschäft stoppten. Bereinigt um Zukäufe und Wechselkursschwankungen fielen aber die Einnahmen von Ericsson um 6 Prozent ab. Auch die seit Jahren schrumpfende Bruttomarge ging um weitere 3,2 Punkte auf 33,2 Prozent zurück.

Führende Marktposition gefährdet

Ericsson befindet sich in einer ungemütlichen Lage. Die führende Marktposition ist gefährdet, weil aus der Fusion von Nokia mit Alcatel-Lucent ein Wettbewerber auf Augenhöhe entsteht. Gleichzeitig streiten die Schweden mit dem iPhone-Hersteller Apple über Mobilfunkpatente. Mehrere Klagen und Gegenklagen vor Gericht sind anhängig.

Analysten betrachten auch die Gewinnentwicklung bei Ericsson mit Sorge. Die profitablen Ausrüstungsverträge in Nordamerika sind langsam abgearbeitet, an ihre Stelle treten eher schlecht bezahlte Aufträge aus China zum Aufbau eines Mobilfunknetzes der vierten Generation.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke