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Umsatzrückgang bei Netzwerkprodukten: Ericsson rechnet mit Gewinneinbruch. - Bild: Ericsson

Während die Erlöse im dritten Quartal um 14 Prozent gesunken sein dürften, sehen die Schweden den operativen Gewinn sogar um 93 Prozent niedriger.

Besonders im Kerngeschäft, dem Verkauf von Netzwerkprodukten, habe sich der Umsatzrückgang gegen Ende der drei Monate beschleunigt, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Der Umsatz dürfte laut Ericsson auf 51,1 Milliarden schwedische Kronen oder umgerechnet rund 5,2 Milliarden Euro gesunken sein.

Das Betriebsergebnis sieht das Stockholmer Unternehmen bei nur noch 300 Millionen nach 5,1 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum.

Schwach sei es besonders in Brasilien, Russland und dem Nahen Osten gelaufen, erklärte die Telefon AB LM Ericsson. Aber auch in Europa sei die Geschäftsentwicklung in der Summe negativ gewesen.

Händler rechnen angesichts der schwachen Zahlen mit einem kräftigen Kursrückschlag. "Umsätze, Gewinn und Margen enttäuschen auf der ganzen Linie", sagte Heino Ruland von Ruland Research. Bedenklich sei auch, dass Ericsson zumindest kurzfristig noch keine Trendwende sehe. "Negativ ist, dass sich der schwache Trend zuletzt noch verstärkt hat." Das bedeute Gegenwind für den gesamten Sektor, sagte Ruland. Belastet werden dürften Cisco, Alcatel und Juniper.

Der schwedische Netzwerkausrüster hatte vergangene Woche den Abbau von 3.000 Stellen in der Heimat angekündigt, um angesichts eines sich verschärfenden Wettbewerbs und schwachen Ausrüstermarkts die Kosten zu senken. Besonders die finnische Nokia und die chinesische Huawei Technologies machen Ericsson harte Konkurrenz