Achsmontage bei Bilstein in Leipzig: Thyssen-Krupp, Voestalpine und ein weiteres Unternehmen stehen

Achsmontage bei Bilstein in Leipzig: Thyssen-Krupp, Voestalpine und ein weiteres Unternehmen stehen unter dem Verdacht illegaler Preisabsprachen bei Stahllieferungen an die deutsche Automobilindustrie (Bild: Thyssen-Krupp).

(ks). Laut Durchsuchungsbeschluss geht es um den Vorwurf von wettbewerbsbeschränkenden Absprachen zwischen Marktteilnehmern im Bereich bestimmter Stahllieferungen für die Automobilindustrie in Deutschland, teilte das Unternehmen mit.

Thyssen-Krupp will die Behörden nach eigenen Angaben bei den Ermittlungen unterstützen.Kartellverstöße würden im Konzern in keiner Weise geduldet: “Bei ThyssenKrupp gilt das Prinzip ‘Null Toleranz’”, sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger. Demnach will das Unternehmen hart durchgreifen, sollten sich die Vorwürfe erhärten.

Thyssen-Krupp sei dabei, einen umfassenden Wandel der Führungskultur im Unternehmen umzusetzen. “Damit ist es mir sehr ernst. Wer hier nicht mitzieht, hat bei uns nichts zu suchen”, sagte Hiesinger weiter.

Neben Thyssen-Krupp seien zwei weitere Unternehmen der Stahlbranche durchsucht worden, sagte ein Sprecher der Behörden der Nachrichtenagentur Reuters. Auch Voestalpine teilte mit, dass die Geschäftsräume der Konzerngesellschaft Voestalpine Deutschland GmbH mit Sitz in München wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen bei Stahllieferungen an die deutsche Automobilindustrie durchsucht wurden. Auch Voestalpine unterstützt demzufolge die Ermittlungen der Behörde.

Arcelor-Mittal hatte erklärt, der Konzern kooperiere mit den Wettbewerbshütern, wollte sich aber nicht dazu äußern, ob am Donnerstag auch seine Büros durchsucht worden sind.