DUISBURG (ba). Anfang vergangener Woche wurden sie am Rotterdamer Hafen Europoort umgeschlagen und auf Schubverbänden den Rhein hinauf nach Duisburg transportiert.

Das neue integrierte Hüttenwerk von ThyssenKrupp – Baubeginn des Mega-Projektes war vor vier Jahren – hat seine Brammenproduktion Anfang September dieses Jahres aufgenommen. Es befindet sich im Bundesstaat Rio de Janeiro und stellt die größte industrielle Investition der letzten zehn Jahre in Brasilien und zugleich das erste große Hüttenwerk dar, das in diesem Land seit Mitte der achtziger Jahre gebaut wird.

„Das Investitionsprojekt ist von zentraler Bedeutung für die Umsetzung der Wachstumsstrategie von ThyssenKrupp in Europa und Nordamerika bei hochwertigem Qualitätsflachstahl“, betont ThyssenKrupp Vorstandsvorsitzender Dr. Ekkehard Schulz.

Nach Abschluss des Hochlaufs – derzeit läuft die erste von zwei Produktionslinien mit einem Hochofen und einem Konverter – wird das Werk insgesamt fünf Millionen Tonnen Brammen mit hohen Qualitätsstandards und einer optimalen Kostenposition produzieren. Die volle Kapazität soll Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 erreicht werden.

Mit drei Millionen Tonnen der Gesamtkapazität wird das ebenfalls im Bau befindliche Weiterverarbeitungswerk von ThyssenKrupp bei Mobile in Alabama, USA, versorgt. Zwei Millionen Tonnen werden zur Verarbeitung an die ThyssenKrupp Steel Europe Werke in Deutschland geliefert, um Kunden in Europa mit Fertigprodukten zu versorgen.