Arbeitsagentur

Die Erwerbstätigkeit in Deutschland ist im ersten Quartal 2017 kräftig gestiegen. - Bild: Pixabay

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hatten 43,7 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die Zahl der Erwerbstätigen um 638.000 Personen oder 1,5 Prozent. Im vierten Quartal 2016 hatte der Anstieg im Vorjahresvergleich bei 1,3 Prozent gelegen.

Gegenüber dem Vorquartal sank die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal um 334.000 Personen (minus 0,8 Prozent). "Ein Rückgang der Erwerbstätigkeit ist im ersten Vierteljahr eines Jahres saisonal üblich", erklärten die Statistiker. "Die Abnahme war jedoch 2017 durch den milden Winter geringer als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (minus 443.000 Personen)." Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ergab sich ein Zuwachs gegenüber dem Vorquartal von 203.000 Personen (plus 0,5 Prozent).

Der Anstieg der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal war auch im ersten Quartal überwiegend auf die Dienstleistungsbereiche zurückzuführen. Die größten absoluten Beschäftigungsgewinne innerhalb der Dienstleistungsbereiche gab es bei den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit einem Plus von 226.000 Personen, gefolgt von den Unternehmensdienstleistern mit 165.000 Personen sowie dem Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit 128.000 Personen. Dagegen sank die Erwerbstätigkeit im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleister um 12.000 Personen.

Im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) stieg die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 36.000 Personen und im Baugewerbe um 34.000 Personen. In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sank die Erwerbstätigenzahl um 18.000 Personen.

Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 663.000 Personen (plus 1,7 Prozent) auf 39,42 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank im selben Zeitraum um 25.000 Personen (minus 0,6 Prozent) auf 4,28 Millionen.

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen erhöhte sich nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 351 Stunden.

Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - stieg im gleichen Zeitraum kräftig um 3,2 Prozent auf rund 15,3 Milliarden Stunden. So hoch war das Arbeitsvolumen letztmalig im dritten Quartal 1992 gewesen.