NXP Chip

NXP hatte die Übernahme von Freescale, mit der ein Unternehmen mit einem Marktwert von über 30 Milliarden Dollar entsteht, im März angekündigt. - Bild: NXP/kru

Nach dem Verkauf des Bereichs von Hochfrequenzleistungsverstärkern gebe es keine Einwände gegen den Zusammenschluss, teilte die EU-Behörde am Donnerstag mit.

NXP hatte im Mai angekündigt, den Geschäftsbereich mit Hochfrequenzleistungsverstärkern für 1,8 Milliarden US-Dollar an Jianguang Asset Management, eine Tochter der staatseigenen chinesischen Investmentgesellschaft JIC Capital, zu verkaufen. Hochfrequenzleistungsverstärker (Radio Frequency Power - RF Power) von NXP werden zur Zeit vor allem zur Erhöhung der Sendereichweite von Mobilfunkmasten eingesetzt.

Die Niederländer hatten die Übernahme von Freescale, mit der ein Unternehmen mit einem Marktwert von über 30 Milliarden Dollar entsteht, im März angekündigt. Aus dem Zusammenschluss erhoffen sich die beiden Unternehmen Kostensynergien von 500 Millionen Dollar. NXP hatte 11,8 Milliarden Dollar für den Wettbewerber gezahlt.

NXP war einst die Halbleitersparte des niederländischen Elektronikkonzerns Philips und wurde 2006 im Zuge eines Deals unabhängig. Das Unternehmen ging 2010 an die Börse. Freescale mit Sitz in Austin, Texas, war 2004 von Motorola abgespalten worden und stimmte zwei Jahre später der fremdfinanzierten Übernahme für 17,6 Milliarden Dollar durch die Private-Equity-Firmen Blackstone, Carlyle Group LP, TPG und Permira zu. 2011 ging Freescale wieder an die Börse. Danach blieb Blackstone größter Aktionär an dem Unternehmen.