Die EU leitet ein formales Kartellverfahren gegen Google ein. Brüssel wirft Google vor, eigene

Die EU leitet ein formales Kartellverfahren gegen Google ein. Brüssel wirft Google vor, eigene Preisvergleichportale gegenüber der Konkurrenz zu bevorzugen und somit den Wettbewerb zu behindern. - Bild: Amio Cajander/Flickr.com

Die EU leitet ein formales Kartellverfahren gegen Google ein. Brüssel wirft Google vor, eigene Dienste zu bevorzugen. Dem Konzern wird vorgeworfen, seine eigenen Preisvergleichportale gegenüber der Konkurrenz zu bevorzugen und somit den Wettbewerb zu behindern.

Nach fünfjährigen Ermittlungen ist es so weit: Im Streit um die Marktmacht von Google wirft die EU-Kommission dem Suchmaschinenbetreiber nun offiziell die Benachteiligung der Konkurrenz vor. Google bevorzuge systematisch den eigenen Preisvergleichsdienst auf seinen allgemeinen Suchergebnisseiten, erklärte die Kommission. Das Verhalten verstoße nach vorläufigen Ergebnissen gegen EU-Kartellrecht, da es den Wettbewerb behindere und Verbrauchern schade.

Die Europäische Kommission habe Bedenken, dass die Nutzer bei ihrer Suche nicht unbedingt die für sie relevantesten Ergebnisse zu sehen bekämen, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung am Mittwoch. Dies schade den Verbrauchern und konkurrierenden Preisvergleichsdiensten und bremse Innovationen.

Zudem leitet die Europäische Kommission ein formales Verfahren gegen Google zu Android ein. Dabei soll geprüft werden, ob Google seine Marktmacht bei dem mobilen Betriebssystem missbraucht hat. Diese Untersuchung wird getrennt von der Untersuchung der Kommission in Bezug auf das Verhalten von Google im Bereich der Internetsuche durchgeführt, wie es hieß.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht