Ein Kraftwerksprojekt des RWE-Konzerns in Großbritannien wird von der EU-Kommission genauer unter

Ein Kraftwerksprojekt des RWE-Konzerns in Großbritannien wird von der EU-Kommission genauer unter die Lupe genommen. - Bild: RWE

Ein Kraftwerksprojekt des RWE-Konzerns in Großbritannien wird von der EU-Kommission genauer unter die Lupe genommen.

Wie die Behörde mitteilte, wird sie prüfen, ob der geplante Umbau des Kohlekraftwerks im nordenglischen Lynemouth in ein Biomassekraftwerk dem EU-Beihilferecht zuwiderläuft und somit möglicherweise eine unfaire Staatshilfe darstellt.

Mit dieser “eingehenden” Prüfung will die EU-Kommission nach eigenen Angaben sicherstellen, dass sich die öffentlichen Mittel, mit denen das Projekt unterstützt wird, auf das erforderliche Minimum beschränken und keine “Überkompensation” vorliegt.

EU-Gesetze untersagen es Regierungen, selektiv einzelne Unternehmen zu unterstützen und andere nicht.

Für das Kraftwerk, das demnächst ausschließlich mit Holzpellets betrieben werden und eine Leistung von 420 Megawatt erzeugen soll, hatte die Regierung dem Eigentümer einen finanziellen Ausgleich zugesagt, falls der Stromgroßhandelspreis eine bestimmte Schwelle unterschreitet.

Die Kommission befürchte, “dass die tatsächliche Rendite möglicherweise über den Prognosen der Parteien liegt, was zu einer Überkompensation führen könnte.” Außerdem sei sie besorgt, “dass die negativen Wettbewerbsfolgen der Maßnahme größer sein könnten als ihr positiver Einfluss für die Verwirklichung der europäischen Ziele für 2020 in Bezug auf erneuerbare Energien.”

Die Behörde werde vor einer endgültigen Beurteilung des Vorhabens allen Interessenten Gelegenheit zur Stellungnahme geben.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke