Stahlerzeugung Arcelor Mittal

Die Europäische Kommission hat weitere langjährige Strafzölle auf Stahlimporte aus China und Russland verhängt. - Bild: Arcelor Mittal

Um die Hersteller in der EU zu schützen, seien die Zölle für kaltgewalzte Flachstahlerzeugnisse über einen Zeitraum von fünf Jahren erhoben worden. Die Andidumping-Aufschläge würden zwischen 19,7 Prozent bis 22,1 Prozent für chinesische Importe und 18,7 Prozent bis 36,1 Prozent für russische Importe liegen, erklärte die Brüsseler Behörde.

Kaltgewalzte Flachstahlerzeugnisse finden unter anderem Verwendung in der Verpackungs- oder der Automobilindustrie sowie im Bausektor.

China verdoppelt Stahlerzeugung

China, der weltweit größte Stahlerzeuger, hat seine Exporte in die EU in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt. Die Stahlpreise in der EU sind dabei im gleichen Zeitraum um rund 40 Prozent gefallen. Angesichts der Überkapazitäten stehen die Unternehmen mit den etwa 360.000 Beschäftigten in der Branche schon länger vor schweren Herausforderungen.

Angesichts dessen haben sich Stahlhersteller in der EU in den vergangenen Jahren immer wieder über die Rivalen in China beschwert, dass diese ihre Erzeugnisse in Europa viel zu billig auf den Markt werfen würden. Die EU hat bereits 37 Antidumpingmaßnahmen im Stahlsektor auf den Weg gebracht, wovon 15 alleine China betreffen.

Kritik an den neuen Maßnahmen kam aus Russland. Der russische Wirtschaftsminister Alexej Ulyukayew sagte, dass die Untersuchung wohl nicht angemessen sei und die Rechte russischer Exporteure verletzt würden. Moskau wolle die Angelegenheit womöglich vor der Welthandelsorganisation (WTO) vortragen.

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