Die Salzgitter-Beteiligung Europipe darf wieder Stahlrohre für die Erdgaspipeline South Stream

Die Salzgitter-Beteiligung Europipe darf wieder Stahlrohre für die Erdgaspipeline South Stream liefern. - Bild: Nabucco Gas

Daraufhin hatte Europipe die Produktion ausgesetzt.

Die Suspendierung des Vertrages sei ab sofort aufgehoben, erklärte die Salzgitter AG, die ebenso wie die AG der Dillinger Hüttenwerke jeweils 50 Prozent an Europipe hält. Dies habe die in den Niederlanden ansässige South Stream Transport BV mitteilte.

In Kürze solle über die terminliche Abwicklung der ausstehenden Liefermenge von mehr als 150.000 Tonnen verhandelt werden. Ein Termin dafür muss noch anberaumt werden.

Wie sich die Wiederaufnahme der Produktion auf das Ergebnis des Salzgitter-Konzerns auswirke, sei noch nicht qualifizierbar. Die positive Wirkung dürfte aber mit der Bandbreite der Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgedeckt sein, hieß es.

Das 20 Milliarden US-Dollar teure Projekt South Stream war ins Stocken geraten, nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin Anfang Dezember angekündigt hatte, die Pipeline könne nicht fertiggestellt werden. Er machte dafür die Europäische Union verantwortlich.

Die Pipeline, mit deren Bau 2012 begonnen wurde, soll mehr als ein Zehntel der jährlichen Gasversorgung in Europa decken und von Russland durch das Schwarze Meer nach Bulgarien führen. Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise ist das Milliardenprojekt zum umkämpften Faustpfand zwischen Moskau und der EU geworden. Nach erheblichem Druck aus Brüssel und Washington hatte das Transitland Bulgarien im Juni die Vorarbeiten an dem Pipeline-Projekt ausgesetzt.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke