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Evonik macht ein schwaches wirtschaftliches Umfeld zu schaffen. - Bild: Evonik

Deutliche Einbußen zeigten erneut die Geschäfte mit Futtermittelzusatzstoffen (Methionin) und mit Superabsorbern, die in Windeln verarbeitet werden. Während die Absatzmengen im Konzern stiegen, blieben die Verkaufspreise infolge des Ölpreisverfalls rückläufig.

In der Sparte Nutrition & Care haben sich im Geschäft mit der Tierernährung, das im vergangenen Jahr noch für einen kräftigen Gewinnanstieg sorgte, die Preise bei den Aminosäuren für die Futtermittelindustrie inzwischen deutlich abgeschwächt. Auf die anhaltenden Überkapazitäten im Markt für Superabsorber hat der Chemiekonzern bereits mit der Reduzierung der Produktionskapazitäten reagiert.

In den Monaten Juli bis September ging der Konzernumsatz um 6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) fiel um 11 Prozent auf 578 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente der nach BASF zweitgrößte deutsche Chemiekonzern mit 223 Millionen Euro 19 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der Anstieg war auf geringere Belastungen als im Vorjahr aus Sondereinflüssen zurückzuführen.

Die Jahresprognosen bestätigte der im MDAX gelistete Konzern. Erwartet wird nun ein Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBITDA) in der oberen Hälfte der bislang ausgegebenen Bandbreite von 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro, nach 2,47 Milliarden Euro im Vorjahr. Beim Umsatz geht das Unternehmen weiter von einem leichten Minus aus.

Gleichzeitig bwurde bekannt, dass Evonik seine Biotechnologieplattform mit einem Zukauf erweitern will. Das Unternehmen führe exklusive Verhandlungen mit der französischen Metabolic Explorer (Metex) zum Erwerb von deren fermentativer Methionintechnologie, teilte die Evonik Industries AG mit. Die bindende Offerte sei Metex am 27. Oktober unterbreitet worden. Finanzielle Details nannte der Konzern nicht.

Fermentativ hergestellte Aminosäuren seien eine wichtige Säule des Produktportfolios von Evonik für eine nachhaltige Tierernährung, hieß es in der Mitteilung. Metex sei es gelungen, ein fermentatives Verfahren zur Herstellung von Methionin zu entwickeln. Das Evonik-Angebot umfasse die gesamte Methionintechnologie von Metex, bestehend aus den Patenten, den wesentlichen Bakterienstämmen und einer Marke namens inoLaTM. Zudem sieht die Offerte eine Lizenzvereinbarung zur Nutzung von Basistechnologien durch Metex vor. Geplant ist außerdem eine Forschungskooperation.