Von links nach rechts: Dr. Marcus Kalde (Vorstandsmitglied), Jan Mielke (Innovationsmanager), Dr.

Von links nach rechts: Dr. Marcus Kalde (Vorstandsmitglied), Jan Mielke (Innovationsmanager), Dr. Gerhard Reusmann (Geschäftsführer Dörken MKS), Lothar Späth und Jörn Selent (Marketingleiter)

HERDECKE (cb). Über mehrere Monate prüfte die Wirtschaftsuniversität Wien das Innovationsverhalten von 248 mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die 100 besten tragen das Gütesiegel für ein Jahr. Findige Mitarbeiter, Mut zu Neuem und das kreative Vermarkten neuer Produkte haben die Dörken AG nach eigenen Angaben in die Liste der 100 Top-Innovatoren Deutschlands gebracht.

Bis 2017 möchte der Mittelständler 20 % seines Umsatzes mit Produkten erzielen, die heute noch nicht einmal auf dem Reißbrett stehen. Dafür soll das Unternehmen, das mit 700 Mitarbeitern Bauverbundfolien, Bautenfarben, Farbpastensysteme und Mikroschicht-Korrosionsschutz-Systeme entwickelt und herstellt, auch einiges tun, wie die „Top 100“-Analyse ergeben hat.

Der erste Meilenstein zum Erreichen des ambitionierten Zieles sei 2009 gelegt worden: Ein eigens berufener Innovationsmanager bündelt und koordiniert seitdem alle Neuerungsaktivitäten. Zudem unterstützt er die vielfältigen Innovationsprozesse und -zirkel, die dem Unternehmen bei der Untersuchung den vierten Platz in der Kategorie „Innovative Prozesse und Organisation“ eingebracht haben.

Die Innovationseinheiten werden von dem abteilungsübergreifend zusammengesetzten „Inno-Club“ angeführt. Dem gehören die Entwicklungsleiter der operativen Einheiten, der Innovationsmanager sowie der Technikvorstand an. Alle vier Wochen sollen hier die Ideen der Mitarbeiter, die zuvor in einer Ideendatenbank gesammelt wurden, auf den Prüfstand kommen. Ausdrücklich willkommen seien auch abstrakte Ideen, die mit dem derzeitigen Produktportfolio der Dörken-Unternehmen zwar wenig zu tun haben, die aber den Kern für ein neues Geschäftsfeld vielleicht schon in sich tragen.

Effiziente Lösung

So überzeuge das Zinklamellensystem Delta-Protekt KL 105 der Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG für Bauteile wie Schrauben, Muttern und weitere Anwendungen durch seine Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Denn hier konnte durch eine Produktoptimierung einem Zinkflake-Basecoat die zusätzliche Eigenschaft verliehen werden, die eingestellte Reibungszahl nach Vorgabe der Automobilindustrie einzuhalten. Gleichzeitig führe der eingesparte Prozessablauf aus Beschichtung und Einbrennvorgang zu einer deutlichen Energieersparnis und auch die zusätzlichen Handling- und Prozesskosten sollen entfallen.

„Gute Ideen, die auf dem Markt ankommen, entstehen nicht von selbst. Daran arbeiten wir täglich hart. Dass unser Engagement jetzt belohnt wird, freut uns natürlich sehr und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und es gibt uns das beruhigende Gefühl, dass uns auch in Zukunft die guten Einfälle nicht ausgehen werden“, sagt Dörken-Vorstandsmitglied Karl E. Dörken.