• "Der Schlüssel für eine erfolgreiche Innovationskultur liegt darin, die richtigen Leute mit der richtigen Idee zu einem gemeinsamen Ziel zusammenzubringen," sagt Dr. Andreas Romberg, Senior Partner Business Process Excellence, Staufen AG. Der Kunde treibe die Innovation, weshalb es immer wichtig sei, dass man ihm eine "hervorragende Lösung für ein Bedürfnis oder ein Problem anbieten kann." Jedoch wisse er manchmal nicht, dass er ein solches Bedürfnis habe - in diesem Fall treibe die Technik die Innovation. Befragt nach den wichtigsten Neuerungen der Gegenwart antwortet Dr. Romberg, einige Errungenschaften der Digitalisierung seien "Fluch und Segen zugleich - vor allem die Entmaterialisierung und Erhöhung der grenzenlosen Geschwindigkeit." Dr. Romberg erläutert auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie den Auditierungsprozess des von Produktion und der Staufen AG ausgelobten Innovations-Preises 2016 und stellt die Kernerkenntnisse aus dem Innovations-Monitor 2016 der Staufen AG vor. - Bild: Staufen AG

    "Der Schlüssel für eine erfolgreiche Innovationskultur liegt darin, die richtigen Leute mit der richtigen Idee zu einem gemeinsamen Ziel zusammenzubringen," sagt Dr. Andreas Romberg, Senior Partner Business Process Excellence, Staufen AG. Der Kunde treibe die Innovation, weshalb es immer wichtig sei, dass man ihm eine "hervorragende Lösung für ein Bedürfnis oder ein Problem anbieten kann." Jedoch wisse er manchmal nicht, dass er ein solches Bedürfnis habe - in diesem Fall treibe die Technik die Innovation. Befragt nach den wichtigsten Neuerungen der Gegenwart antwortet Dr. Romberg, einige Errungenschaften der Digitalisierung seien "Fluch und Segen zugleich - vor allem die Entmaterialisierung und Erhöhung der grenzenlosen Geschwindigkeit." Dr. Romberg erläutert auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie den Auditierungsprozess des von Produktion und der Staufen AG ausgelobten Innovations-Preises 2016 und stellt die Kernerkenntnisse aus dem Innovations-Monitor 2016 der Staufen AG vor. - Bild: Staufen AG

  • Prof. Dr. Peter Kels lehrt und forscht an der Hochschule Luzern-Wirtschaft als Professor für Führung, Organisation und Personal. Aktulle Forschungsthemen sind neue Karriere- und Personalbindungsmodelle, die Innovationsfähigkeit von KMU und die Gewinnung und Führung der Generation Y. Auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie wird er das World Café moderieren. Eine echte Innovationskultur besteht für ihn in einer "bei Management und Mitarbeitenden breit verankerte Denkhaltung." Weder Kunde noch Technik treiben laut seiner Auffassung Innovationen, sondern "neugierige, inspirierte und unerschrockene Menschen, die ihr Wissen und ihre Kreativität einsetzen, um komplexe Zusammenhänge zu verstehen und mit neuen Lösungen zu experimentieren." Die wichtigste Innovation unserer Zeit stellt für ihn die so genannte Kreislaufwirtschaft dar, denn "sie bietet ungeheures Potenzial." - Bild: Kels / Hochschule Luzern-Wirtschaft

    Prof. Dr. Peter Kels lehrt und forscht an der Hochschule Luzern-Wirtschaft als Professor für Führung, Organisation und Personal. Aktulle Forschungsthemen sind neue Karriere- und Personalbindungsmodelle, die Innovationsfähigkeit von KMU und die Gewinnung und Führung der Generation Y. Auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie wird er das World Café moderieren. Eine echte Innovationskultur besteht für ihn in einer "bei Management und Mitarbeitenden breit verankerte Denkhaltung." Weder Kunde noch Technik treiben laut seiner Auffassung Innovationen, sondern "neugierige, inspirierte und unerschrockene Menschen, die ihr Wissen und ihre Kreativität einsetzen, um komplexe Zusammenhänge zu verstehen und mit neuen Lösungen zu experimentieren." Die wichtigste Innovation unserer Zeit stellt für ihn die so genannte Kreislaufwirtschaft dar, denn "sie bietet ungeheures Potenzial." - Bild: Kels / Hochschule Luzern-Wirtschaft

  • Die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen umfasst 100 Forschungsvereinigungen aus unterschiedlichsten Industriebranchen und Technologiefeldern sowie mehr als 1200 Forschungsstellen allein in der industriellen Gemeinschaftsforschung. Für ihren Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer ist auf Unternehmensebene eine Innovationskultur erfolgreich, wenn sich eine Vertrauenskultur entwickelt hat, in der Mitarbeiter eigenverantwortlich agieren können und kreative Freiräume haben." Dazu gehöre auch, dass alle am Innovationsprozess Beteiligten in einem entsprechenden Netzwerk zielgerichtet zusammenarbeiten. Nicht zuletzt müsse diese sich durch Toleranz gegenüber Fehlern und Misserfolgen auszeichnen, "da Innovationen immer mit Risiken verbunden sind." Wichtige Innovationen gebe es derzeit eine Menge, aber er persönlich würde es sehr begrüßen, wenn endlich das lang erfundene "Beamen" entwickelt würde: "Man stelle sich nur den Gewinn an Lebenszeit sowie die Beiträge zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung vor!", so Kathöfer. Auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie widmet er sich handfesteren Themen und schildert, wie Firmen Forschungskooperationen und -netzwerke bilden und finanzieren können. - Bild: AiF

    Die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen umfasst 100 Forschungsvereinigungen aus unterschiedlichsten Industriebranchen und Technologiefeldern sowie mehr als 1200 Forschungsstellen allein in der industriellen Gemeinschaftsforschung. Für ihren Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer ist auf Unternehmensebene eine Innovationskultur erfolgreich, wenn sich eine Vertrauenskultur entwickelt hat, in der Mitarbeiter eigenverantwortlich agieren können und kreative Freiräume haben." Dazu gehöre auch, dass alle am Innovationsprozess Beteiligten in einem entsprechenden Netzwerk zielgerichtet zusammenarbeiten. Nicht zuletzt müsse diese sich durch Toleranz gegenüber Fehlern und Misserfolgen auszeichnen, "da Innovationen immer mit Risiken verbunden sind." Wichtige Innovationen gebe es derzeit eine Menge, aber er persönlich würde es sehr begrüßen, wenn endlich das lang erfundene "Beamen" entwickelt würde: "Man stelle sich nur den Gewinn an Lebenszeit sowie die Beiträge zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung vor!", so Kathöfer. Auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie widmet er sich handfesteren Themen und schildert, wie Firmen Forschungskooperationen und -netzwerke bilden und finanzieren können. - Bild: AiF

  • Die Schaeffler Technologies AG gehört laut eigenen Angaben zu den erfindungsstärksten Firmen in Deutschland. Allein im Jahr 2015 meldete das Unternehmen mehr als 2300 Patente an. Weltweit arbeiten 6700 Mitarbeiter in 17 Forschungs- und Entwicklungszentren an neuen technischen Lösungen, etwa in den Bereichen Werkstoffe, Tribologie und Beschichtungen. "Der Schlüssel zur erfolgreichen Innovation sind die Erkenntnisse und das Commitment der Organisation, dass das Optimieren der bestehenden Geschäfte für nachhaltiges Wachstum nicht mehr ausreicht und daher zusätzlich auf die Wachstumsoption Innovation gesetzt werden muss", sagt Dr.-Ing. Heinrich Schäperkötter, der  Leiter Innovationsstrategie, Innovationsmanagement, Forschungsförderung bei Schaeffler. Am Beginn von Innovation stehe immer "eine Frage aus der realen Welt." Wie das im Einzelnen aussehen kann, führt er in seinem Vortrag auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie aus. Die wichtigste technische Neuerung unserer Zeit ist für ihn das Smartphone, "die bevorzugte Krücke für Komplexitätsherausforderungen." Für diese Lebenserleichterung sei der Mensche bereit, Geld auszugeben und zunehmend auch auf seine Privatsphäre zu verzichten", so Schäperkötter. - Bild: Schaeffler Technologies AG

    Die Schaeffler Technologies AG gehört laut eigenen Angaben zu den erfindungsstärksten Firmen in Deutschland. Allein im Jahr 2015 meldete das Unternehmen mehr als 2300 Patente an. Weltweit arbeiten 6700 Mitarbeiter in 17 Forschungs- und Entwicklungszentren an neuen technischen Lösungen, etwa in den Bereichen Werkstoffe, Tribologie und Beschichtungen. "Der Schlüssel zur erfolgreichen Innovation sind die Erkenntnisse und das Commitment der Organisation, dass das Optimieren der bestehenden Geschäfte für nachhaltiges Wachstum nicht mehr ausreicht und daher zusätzlich auf die Wachstumsoption Innovation gesetzt werden muss", sagt Dr.-Ing. Heinrich Schäperkötter, der Leiter Innovationsstrategie, Innovationsmanagement, Forschungsförderung bei Schaeffler. Am Beginn von Innovation stehe immer "eine Frage aus der realen Welt." Wie das im Einzelnen aussehen kann, führt er in seinem Vortrag auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie aus. Die wichtigste technische Neuerung unserer Zeit ist für ihn das Smartphone, "die bevorzugte Krücke für Komplexitätsherausforderungen." Für diese Lebenserleichterung sei der Mensche bereit, Geld auszugeben und zunehmend auch auf seine Privatsphäre zu verzichten", so Schäperkötter. - Bild: Schaeffler Technologies AG

  • Der Automatisierungsspezialist Festo entwickelt im so genannten Bionic Learning Network Automatisierungsprojekte nach Vorbildern der Natur. Etwa die fliegende Qualle "Air Jelly", die aus einem mit Helium gefüllten Ballon besteht und als erstes Innenraum-Flugobjekt peristaltisch angetrieben wird. Angesichts dieses Geräts, das zudem einen Designpreis gewann, wird verständlich, warum Festos Leiter Research Strategy and Innovation Process, Dr.-Ing. Jochen Schließer der Überzeugung ist, dass "Innovationskultur erfolgreich wird, wenn sie die Möglichkeit einräumt, Freiräume für Ideen zu geben und zu nutzen. Dazu gehören ein interdisziplinäres Team und der gemeinsame Glaube an Erfolg. Das frühe Scheitern sollte positiv als Erkenntnisgewinn verbucht werden können, damit man die nächste Idee angehen und die Rolle als Intrapreneur zulassen kann." Für Schließer ist die wichtigste Neuerung der Neuzeit der Computer beziehungsweise die Mikroelektronik sowie Apps / Programme, die "Enabler-Innovation für nahezu alles derzeit. Kein Tag vergeht, ohne dass wir von dieser Innovation im Hintergrund nicht unterstützt werden", so Dr. Schließer. - Bild: Festo AG

    Der Automatisierungsspezialist Festo entwickelt im so genannten Bionic Learning Network Automatisierungsprojekte nach Vorbildern der Natur. Etwa die fliegende Qualle "Air Jelly", die aus einem mit Helium gefüllten Ballon besteht und als erstes Innenraum-Flugobjekt peristaltisch angetrieben wird. Angesichts dieses Geräts, das zudem einen Designpreis gewann, wird verständlich, warum Festos Leiter Research Strategy and Innovation Process, Dr.-Ing. Jochen Schließer der Überzeugung ist, dass "Innovationskultur erfolgreich wird, wenn sie die Möglichkeit einräumt, Freiräume für Ideen zu geben und zu nutzen. Dazu gehören ein interdisziplinäres Team und der gemeinsame Glaube an Erfolg. Das frühe Scheitern sollte positiv als Erkenntnisgewinn verbucht werden können, damit man die nächste Idee angehen und die Rolle als Intrapreneur zulassen kann." Für Schließer ist die wichtigste Neuerung der Neuzeit der Computer beziehungsweise die Mikroelektronik sowie Apps / Programme, die "Enabler-Innovation für nahezu alles derzeit. Kein Tag vergeht, ohne dass wir von dieser Innovation im Hintergrund nicht unterstützt werden", so Dr. Schließer. - Bild: Festo AG

  • Die ThyssenKrupp AG erforscht im "Innovation Foresight Process" zukunftsträchtige Entwicklungen, etwa die Mobilität der Zukunft ab 2030. In so "TechCentern" treffen Experten fachbereitsübergreifend zusammen, etwa Flugzeugentwickler auf Autoexperten oder Maschinenbauer auf Aufzugingenieure. Dreh- und Angelpunkt für eine funktionierende Innovationskultur ist ein "glaubhaftes Commitment des Top-Managements", sagt Dirk Bartels, Leiter Innovationsmanagement. Die Mitarbeiter müssten wissen, dass Innovationen gewünscht und fester Bestandteil der Unternehmensstrategie sind. Der nächste Schritt sei dann, Ressourcen und Freiräume zu schaffen, aber auch, dass es möglich sein dürfe, mit einer Idee auch zu scheitern. Aus seiner Sicht die bedeutendste Innovation unserer Zeit stelle das Internet da. Warum? "Diese Erfindung ist die Basis für viele neue digitale und disruptive Geschäftsmodelle, die sonst nie erfolgreich gewesen wären", sagt Bartels. Auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie stellt er den Foresigh-Prozess vor und schildert, wie aus Ideen Innovationen werden. - Bild: Produktion

    Die ThyssenKrupp AG erforscht im "Innovation Foresight Process" zukunftsträchtige Entwicklungen, etwa die Mobilität der Zukunft ab 2030. In so "TechCentern" treffen Experten fachbereitsübergreifend zusammen, etwa Flugzeugentwickler auf Autoexperten oder Maschinenbauer auf Aufzugingenieure. Dreh- und Angelpunkt für eine funktionierende Innovationskultur ist ein "glaubhaftes Commitment des Top-Managements", sagt Dirk Bartels, Leiter Innovationsmanagement. Die Mitarbeiter müssten wissen, dass Innovationen gewünscht und fester Bestandteil der Unternehmensstrategie sind. Der nächste Schritt sei dann, Ressourcen und Freiräume zu schaffen, aber auch, dass es möglich sein dürfe, mit einer Idee auch zu scheitern. Aus seiner Sicht die bedeutendste Innovation unserer Zeit stelle das Internet da. Warum? "Diese Erfindung ist die Basis für viele neue digitale und disruptive Geschäftsmodelle, die sonst nie erfolgreich gewesen wären", sagt Bartels. Auf dem Innovations-Forum Deutsche Industrie stellt er den Foresigh-Prozess vor und schildert, wie aus Ideen Innovationen werden. - Bild: Produktion

  • Für Prof. Dr. Frank T. Piller, Professor und Direktor des Instituts für Technologie- und Innovationsmanagement an der RWTH Aachen zeichnet sich eine erfolgreiche Innovationskultur durch die Fähigkeit aus, "systematisch experimentieren zu können und zu dürfen." Fehlerkultur sei nur ein Unterpunkt davon, denn Fehler sollten aus einem systematischen Lernen folgen. Auch wenn doe Forschung bestätige, dass am Anfang der Innovation der Kunde stehe, "wissen wir jedoch auch, dass radikale Innovation oft von Außenseitern und Ausnahmefällen kommt", so Piller. "Wir leben in einer Zeit der Systeminnovation, wo viele Entwicklungen sich gegenseitig bestärken", fügt er hinzu. Als "hidden champion" unter den Neuerungen unserer Gegenwart sieht er das TCP/IP-Protokoll an, also den Standard, der Kommunikation im Internet ermöglicht. "Er erlaubt die hochskalierbare Vernetzung ganz unterschiedlicher physischer Netzwerke und Objekten. Die Konsequenzen dieser Vernetzung fangen wir gerade erst an zu nutzen und zu verstehen."

    Für Prof. Dr. Frank T. Piller, Professor und Direktor des Instituts für Technologie- und Innovationsmanagement an der RWTH Aachen zeichnet sich eine erfolgreiche Innovationskultur durch die Fähigkeit aus, "systematisch experimentieren zu können und zu dürfen." Fehlerkultur sei nur ein Unterpunkt davon, denn Fehler sollten aus einem systematischen Lernen folgen. Auch wenn doe Forschung bestätige, dass am Anfang der Innovation der Kunde stehe, "wissen wir jedoch auch, dass radikale Innovation oft von Außenseitern und Ausnahmefällen kommt", so Piller. "Wir leben in einer Zeit der Systeminnovation, wo viele Entwicklungen sich gegenseitig bestärken", fügt er hinzu. Als "hidden champion" unter den Neuerungen unserer Gegenwart sieht er das TCP/IP-Protokoll an, also den Standard, der Kommunikation im Internet ermöglicht. "Er erlaubt die hochskalierbare Vernetzung ganz unterschiedlicher physischer Netzwerke und Objekten. Die Konsequenzen dieser Vernetzung fangen wir gerade erst an zu nutzen und zu verstehen."

So klappt es mit neuen Ideen

Unternehmenslenker, Professoren und Berater sagen in dieser Bildergalerie, wodurch sich eine gelungene Innovationsstrategie auszeichnet.

Alle diese Experten - darunter Prof. Dr. phil. Peter Kels (Hochschule Luzern-Wirtschaft), Dr. Andreas Sennheiser, CEO der Sennheiser electronic GmbH und Dirk Bartels, Leiter Innovationsmanagement, thyssenkrupp AG sprechen auf dem "2. Innovations-Forum Deutsche Industrie", für das Sie sich hier anmelden können.