Bild: Mirko Meier - Fotolia.com

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WIESBADEN (Dow Jones/ks)–Die Exporte in Länder außerhalb der EU stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,2% auf 178,5 Mrd Euro und erhöhten sich damit deutlich stärker als die Gesamtausfuhren (plus 17,1% auf 458,3 Mrd Euro), wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilt.

Dabei kletterten die Lieferungen nach Brasilien um 61,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 5,0 Mrd, nach China um 55,5% auf 25,2 Mrd Euro und in die Türkei um 38,8% auf 7,3 Mrd Euro. Die Ausfuhren in die USA nahmen um 14,1% auf 30,8 Mrd Euro Euro zu, die in die Schweiz stiegen um 17,2% auf 20,0 Mrd Euro und die nach Russland um 18,3% auf 11,4 Mrd Euro. Die Exporte nach Japan konnten um 24,3% auf 6,3 Mrd Euro gesteigert werden.

Die Versendungen in die EU-Mitgliedsländer erhöhten sich nominal um 12,0% auf 279,8 Mrd Euro und verzeichneten damit einen geringeren Anstieg als die deutschen Gesamtausfuhren. In die Eurozone wurden Waren für 191,3 Mrd Euro (plus 10,9%) geliefert, in die nicht zur Eurozone zählenden EU-Länder Waren für 88,5 Mrd Euro (plus 14,4%). Im ersten Halbjahr 2010 nahmen innerhalb der EU vor allem die Ausfuhren nach Portugal (plus 26,5%) und Schweden (plus 25,1%) wieder stark zu, während die Lieferungen nach Griechenland (minus 12,7%) und Dänemark (minus 1,7%) zurückgingen.

Auch bei den deutschen Einfuhren wiesen im ersten Halbjahr Drittländer die stärksten Zuwachsraten auf. China avancierte nach Angaben der Statistiker mit einem Anstieg seiner Lieferungen um 35,6% auf 34,6 Mrd Euro zum inzwischen größten Lieferland Deutschlands vor den Niederlanden. Auch Russland konnte mit einem Zuwachs von 38,3% auf 15,4 Mrd Euro deutlich mehr Waren in Deutschland absetzen. Insgesamt erhöhten sich die Importe aus Drittländern gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,7% auf 165,4 Mrd Euro. Die gesamten Einfuhren legten 15,0% auf 383,6 Mrd Euro zu.

Die Eingänge aus der Europäischen Union stiegen um 11,7% auf 218,2 Mrd Euro, aus den Ländern außerhalb der EU wurden Waren im Wert von 165,4 Mrd Euro bezogen (plus 19,7%). Im Handel mit EU-Partnern steigerten sich die Warenbezüge vor allem aus Schweden (plus 23,3% auf 6,3 Mrd Euro), Polen (plus 22,3% auf 13,5 Mrd Euro) und aus den Niederlanden (plus 16,5% auf 33,2 Mrd Euro).