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Umwelttechnologien sind ein Feld, auf dem viele Länder der Erde noch großen Nachholbedarf haben. Das bietet der Maschinenbauindustrie große Chancen. - Bild: Neuenhauser Maschinenbau GmbH

Sie liefert Lösungen für die globalen Herausforderungen infolge von Urbanisierung, Bevölkerungswachstum und Rohstoffknappheit. „Mit ihren Maschinen und Komponenten trägt unsere Industrie dazu bei, dass die Welt ein gutes Stück sauberer wird, dass Ressourcenverschwendung minimiert wird und dass die Grundlagen unseres Lebens – gute Luft und sauberes Wasser – erhalten bleiben“, sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann am Eröffnungstag der Umwelttechnikmesse IFAT 2016 in München.

Umwelttechnik ist eine einheitliche Branche. „Ein Blick in die Märkte und auf die konjunkturelle Entwicklung zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall ist“, erläuterte Michael Ludden.  „Vielmehr sind Kundenstrukturen, regionale Märkte und Marktentwicklungen höchst unterschiedlich.“

Recycling kostbarer Materialien, höchste Reinigungsleistung von Wasser und Luft sowie die Einhaltung hoher Umweltstandards lauten die Aufgaben, denen die Maschinenbauer sich stellen - und damit zum Schutz der Umwelt und der Lebensbedingungen der Menschen entscheidend beitragen.

Konjunktureller Ausblick

„Der Maschinenbau ist eine stark vom Export abhängige Industrie, erläuterte der  VDMA- Hauptgeschäftsführer. Die Exportquoten der auf der IFAT ausstellenden Fachzweige liegen zwischen 50 und 80 Prozent – ein deutliches Zeichen für den Erfolg der Unternehmen mit Schwerpunkt Umwelttechnologie auf den internationalen Märkten. „Da das Exportgeschäft ein Wachstumsmotor der Fachzweige bleibt, sehen die deutschen Hersteller von Umwelttechnik den konjunkturellen Herausforderungen zuversichtlich entgegen“, sagte Ludden.

Allerdings fällt es den Maschinenbaubetrieben derzeit in vielen Ländern dieser Erde schwer, neue Geschäfte zu machen. Das hat politische Gründe. Auch in Europa gibt es derzeit keine echte Investitionsdynamik. „Von daher kann der gesamte deutsche Maschinenbau 2016 derzeit nur mit einem Nullwachstum der Produktion im Vergleich zum Vorjahr rechnen. Das wird ein Kraftakt“, betonte Brodtmann.