Hurrikan

Wegen des Hurrikans stand die Produktion in der Exxon-Raffinerie still. - Bild: Pixabay

Eine weitere Raffinerie des Konzerns an der texanischen Küste bleibt jedoch vorerst geschlossen, wie Exxon ohne Angabe von Gründen mitteilte.

Die beiden Exxon-Anlagen gehören zu nahezu einem Dutzend Raffinerien, die wegen Harvey geschlossen wurden, der an den drei wichtigen texanischen Raffineriestandorten Corpus Christi, Houston und Port Arthur/Beaumont verheerende Schäden anrichtete.

Durch die Schließungen verringerten sich die US-Raffineriekapazitäten um etwa 20 Prozent. In der Folge stiegen die Benzinpreise in den USA deutlich, auch weil befürchtet wurde, dass die Kapazitäten mehrere Wochen ausfallen würden.

Eine erste Überprüfung der Anlage in Baytown habe ergeben, dass nur geringer Reparaturbedarf bestehe, teilte Exxon am Wochenende mit. Man komme daher mit der Vorbereitung der Wiederinbetriebnahme gut voran. Diese hänge letztlich aber von der Transportinfrastruktur ab. "Wir arbeiten mit dem Hafen von Houston zusammen, um Schiffe durch den Schiffskanal von Houston zu bringen", teilte Exxon mit. Auch mit Eisenbahnbetreibern stimmt sich das Unternehmen nach eigenen Angaben ab, um notwendige Reparaturen zu erleichtern.

Auch Philipps 66 will Raffinerie wieder hochfahren

Außer Exxon hofft auch Phillips 66, seine Raffinerie Sweeny in Old Ocean in der Nähe von Houston bald wieder in Betrieb nehmen zu können. "Wir überprüfen derzeit den Zustand der betroffenen Anlagen und nehmen Reparaturarbeiten vor, um die Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen", so Phillips 66. Daneben werden auch für die vier wichtigsten Raffinerien in der Region um Corpus Christi, die Valero Energy, der venezolanischen Citgo und der in Kansas ansässigen Flint Hills Resources gehören, Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Betriebs getroffen.

Die mit 603.000 Barrel pro Tag größte Raffinerie in den USA, die zur saudi-arabischen Saudi Arabian Oil gehörende Anlage Motiva in Port Arthur, bleibt jedoch vorerst geschlossen. Das Unternehmen hat bisher noch keinen Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme genannt, sondern nur auf die in der Stadt Port Arthur bislang beispiellose Überflutung verwiesen.