Die Thyssenkrupp-Zentrale: Das Unternehmen wird von der EU nun doch nicht als

Die Thyssenkrupp-Zentrale: Das Unternehmen wird von der EU nun doch nicht als "Wiederholungstäter" eingestuft, die Strafe fällt deshalb deutlich geringer aus (Bild: Thyssenkrupp).

von Laurence Norman, Dow Jones Newswires

BRÜSSEL (ks)–Ein EU-Gericht widerrief am Mittwoch eine Entscheidung der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2007. Seinerzeit hatte die Brüsseler Behörde die ThyssenKrupp AG als Wiederholungstäter beurteilt und ihr wegen unerlaubter Preisabsprachen bei Fahrstühlen und Rolltreppen eine um 50% erhöhte Strafe von insgesamt 480 Mio Euro aufgebrummt.

Die Einstufung als Wiederholungstäter sei jedoch unangemessen gewesen, stellte das Gericht der Europäischen Union nun fest. Der DAX-Konzern muss daher nur rund 320 Mio Euro zahlen. Gegen die Entscheidung kann Berufung beim Europäischen Gerichtshof eingelegt werden.

Insgesamt waren 2007 Kartellstrafen über mehr als 992 Mio Euro gegen die Unternehmen Otis, Kone, Schindler und ThyssenKrupp verhängt worden. Die für die Wettbewerber von ThyssenKrupp festgelegten Strafzahlungen hat das Gericht am Mittwoch bestätigt.

Der in Essen und Duisburg ansässige DAX-Konzern begrüßte am Mittwoch die Entscheidung des Europäischen Gerichts. Weitere Aussagen seien erst nach sorgfältiger Prüfung der Urteils- und Entscheidungsbegründungen möglich, so ThyssenKrupp.