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Feintool blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2016 zurück. - Bild: Feintool

Das Wachstum der globalen Automobilindustrie hielt 2016 weltweit an. Feintool hat von dieser positiven Branchenkonjunktur profitiert und wuchs - trotz anspruchsvollen Rahmenbedingungen - in allen relevanten Regionen durch den Gewinn von Marktanteilen schneller als der Markt.

Die Feintool-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 552,2 Millionen Franken, was einem Zuwachs von 8,5 Prozent entspricht. Währungsbereinigt verzeichnet das Unternehmen ein Wachstum von 5,9 Prozent.

Von den Unternehmensbereichen steuerte das Segment System Parts, in dem Feintool weltweit mit der Serienherstellung präziser Feinschneid- und Umformkomponenten aktiv ist, den grössten Umsatzanteil bei. Das Segment wuchs im Berichtsjahr in Lokalwährung um 6,5 Prozent auf 479,3 Millionen Franken und erwirtschaftete damit 86,8 Prozent des Gruppenumsatzes. Der Zuwachs lässt sich laut Feintool vor allem auf die gegenüber dem Vorjahr gesteigerten Absatzmengen neuer Produkte in Europa zurückführen.

Der Umsatz des Segments Fineblanking Technology, in dem Feintool technologische Gesamtlösungen für das Feinschneiden anbietet, lag bei 92,7 Millionen Franken. Die Zunahme von 4.9 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Lokalwährung ist auf die Belebung des Pressenverkaufs an Drittkunden in Asien sowie auf höhere interne Bestellungen zurückzuführen.

Betriebsergebnis stark gestiegen

Alle Segmente und Regionen erwirtschafteten auch in diesem Berichtsjahr einen positiven Beitrag zum Betriebsergebnis. Die Feintool-Gruppe konnte 41,3 Millionen Franken erwirtschaften, was einer signifikanten Steigerung von 20,8 Prozent in Lokalwährung entspricht.

Das operative Geschäft erreichte eine EBIT-Marge von 7,5 Prozent.

Das Segment System Parts erreichte einen EBIT von 44,4 Millionen Franken und eine EBIT-Marge von 9,3 Prozent. Das Umsatzwachstum aufgrund der erneut guten Automobilkonjunktur und die Neu- resp. Hochläufe vieler Produkte führte zu einer nochmals höheren Kapazitätsauslastung der meisten Betriebe, was insgesamt einen positiven Effekt auf die Marge ausübte. Effizienzsteigerungsprogramme an allen Standorten und eine höhere Wertschöpfung unterstützten diese erfreuliche Entwicklung.

Im Investitionsgütergeschäft des Segments Fineblanking Technology erzielte Feintool ein Betriebsergebnis von 4,3 Millionen Franken Die Marge sank gegenüber dem Vorjahr auf 4,7 Prozent. Hauptgrund dieser Entwicklung sind die bewusst erhöhten Forschungsausgaben von 5,6 Millionen Franken als Investition in die Zukunft sowie Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Franken für die Reorganisation des Chinageschäfts.

Ausbau der Marktkapazitäten

Mit dem Ziel der Erschliessung weiterer Marktsegmente und Erweiterung der Produktionskapazitäten im europäischen Feinschneidgeschäft, baut Feintool in Most (Tschechischen Republik) ein Werk. Damit entspricht das Unternehmen dem Kundenwunsch nach globalen, kundennahen Zulieferern, die sowohl einfache als auch komplexe Anwendungen beherrschen.

Das Segment System Parts wird seine Marktposition zur Herstellung einfacherer und weniger komplexen Feinschneidteile sowie zur Baugruppenfertigung ausbauen und Fineblanking Technology den Fokus auf den Bau einfacherer und mittelkomplexer Feinschneidwerkzeuge und Ersatzelemente setzen. Der Produktionsstart ist für Mitte 2018 vorgesehen.

Weiter hat Feintool im Februar 2017 angekündigt, von der deutschen Schuler-Gruppe ein 2014 gegründetes Umformwerk im chinesischen Tianjin zu kaufen. Bestehende Aufträge befinden sich in der Hochlaufphase, weitere Investitionen und Ausbauten sind in den nächsten zwei Jahren geplant. Mit der Akquisition schliesst Feintool die strategische Lücke, anspruchsvolle Umformanwendungen nun in allen wichtigen Automobilmärkten anbieten zu können und baut so ihre Marktstellung weiter aus.

 

Positiver Ausblick

Grundsätzlich geht Feintool für 2017 von einer positiven Geschäftsentwicklung aus, allerdings in einem von politischen Unsicherheiten geprägten Marktumfeld. Ohne die Einflüsse aus der jüngst getätigten Akquisition eines chinesischen Umformwerks erwartet das Unternehmenr einen Umsatz von rund CHF 580 Mio. und eine EBIT-Marge von 7.5 - 8 Prozent.

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