Ferrostaal wird vorgeworfen, mit der Zahlung von Schmiergeldern Geschäfte im Ausland an Land

Ferrostaal wird vorgeworfen, mit der Zahlung von Schmiergeldern Geschäfte im Ausland an Land gezogen zu haben (Bild: Ferrostaal).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–”Wir sehen in einer Verständigung mit Staatsanwaltschaft und Landgericht München die Möglichkeit, einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen”, sagte der Vorstandsvorsitzende Jan Secher.

Sprecherinnen der zuständigen Münchner Staatsanwaltschaft I und des Landgerichts I verwiesen darauf, dass es noch keine formale Einigung gebe. Die Vertreterin der Anklagebehörde sagte lediglich, dass es Gespräche mit dem Unternehmen gegeben habe. Die Gerichtssprecherin erklärte, dass jede Vereinbarung der Verfahrensbeteiligten noch in einer Hauptverhandlung erörtert werden müssten. Ende Juni hatten “Spiegel” und “Süddeutsche Zeitung” berichtet, dass man sich auf eine Strafe von 177 Mio Euro geeinigt habe.

Ferrostaal wird vorgeworfen, mit der Zahlung von Schmiergeldern Geschäfte im Ausland an Land gezogen zu haben. Vor allem bei U-Boot-Verkäufen an Griechenland waren fragwürdige Praktiken entdeckt worden.

Ferrostaal gehört zu 70% dem arabischen Staatsfonds IPIC und zu 30% dem Münchener Lkw-Hersteller MAN. Beide Parteien streiten sich seit langem über die Verteilung der Lasten aus dem Korruptionsskandal.