Ohne Kreditbürgschaften kann die ehemalige MAN-Tochter Ferrostaal im Anlagenbau, dem Herzstück des

Ohne Kreditbürgschaften kann die ehemalige MAN-Tochter Ferrostaal im Anlagenbau, dem Herzstück des Unternehmens, schwer neue Aufträge abschließen, so ein aktueller Zeitungsbericht (Bild: Ferrostaal).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Das berichtet das “Handelsblatt” (HB – Mittwochausgabe) unter Berufung auf Konzernkreise. Ferrostaal wollte den Bericht nicht kommentieren. Das Unternehmen mit 5.400 Beschäftigten steht seit Monaten unter Schmiergeldverdacht. Zudem belastet ein offener Rechtsstreit der Eigentümer, dem arabischen Staatsfonds International Petroleum Investment Company (IPIC) und MAN, das Geschäft. Ferrostaal habe bereits im vergangenen Jahr die Vereinbarungen mit den Kreditgebern teilweise gebrochen, heißt es laut Handelsblatt im Konzern. Damals hätten die Hausbanken aber still gehalten.

Ende März erhob die Staatsanwaltschaft München Anklage wegen möglicher Schmiergeldzahlungen gegen zwei ehemalige Ferrostaal-Manager. Ferrostaal wird als Nebenbeteiligter geführt und soll mindestens 177 Mio EUR Bußgeld zahlen wegen vermuteter Schmiergeldzahlungen in Griechenland. Das Unternehmen kann die Summe aber nicht aufbringen. Die Eigentümer MAN (30%) und der arabische Staatsfonds IPIC (70%) können sich nicht einigen, wer für die Folgen des Skandals geradestehen soll. Als Ferrostaal noch mehrheitlich MAN gehörte, war die Kreditvergabe wegen der solventen Mutter im Hintergrund kein Problem.