Laut Ferrostaal müssten eventuelle Profite aus Geschäften, die durch Bestechung zustande gekommen

Laut Ferrostaal müssten eventuelle Profite aus Geschäften, die durch Bestechung zustande gekommen sind, nicht von Ferrostaal, sondern von der früheren Konzernmutter MAN zurückgezahlt werden (Bild: Ferrostaal).

MÜNCHEN (Dow Jones)–Die Staatsanwaltschaft will Gewinne von Ferrostaal aus dem Verkauf von U-Booten vor allem nach Griechenland und in andere Staaten kassieren, die direkt oder indirekt auf Schmiergeldzahlungen beruhten.

Ferrostaal erwidert nun laut nach dem Bericht “Süddeutschen Zeitung”, die Bestechung in Griechenland sei nicht nachgewiesen und falls doch gezahlt werden müsse, dann von der früheren Konzernmutter MAN AG, an die die Ferrostaal-Gewinne abgeführt worden seien. In Kreisen des Lkw-Konzerns MAN wird das zurückgewiesen; ebenso wie von der Staatsanwaltschaft. Die Profite aus U-Boot-Deals seien nicht bei MAN gelandet.

Der Münchner MAN-Konzern war früher bereit gewesen, die von der Staatsanwaltschaft ursprünglich geforderten 196 Mio Euro zu übernehmen. Doch Ferrostaal und die Ermittlungsbehörde konnten sich nicht einigen. MAN will unterdessen wieder mit dem neuen Ferrostaal-Mehrheitsaktionär, dem arabischen Staatsfonds IPIC, über einen Vergleich reden.