Supply Chain

Laut der Camelot-Studie, für die 150 Top Manager der diskreten Fertigungsindustrie in Deutschland befragt wurden, sind 97 Prozent der Unternehmen unzufrieden mit klassischen Supply-Chain-Planungskonzepten. - Bild: Pixabay

Präzise Bedarfsvorhersagen durch veraltete MRP funktionieren in den komplexen, volatilen Märkten von heute jedoch nicht mehr, so die Studie. Die Konsequenzen sind zu hohe oder fehlende Lagerbestände, hohe Kosten, Überproduktionen, massive Lieferprobleme und daraus resultierend unzufriedene Kunden. Verbesserungen erhoffen sich die Entscheider in der Fertigungsindustrie durch ein neues Konzept der Lieferkettenplanung, das sogenannte Demand-Driven Supply Chain Management (DDSCM), das sich auf die tatsächliche Nachfrage statt Bedarfsprognosen stützt.

Bei konsequenter Umsetzung können die Waren in 99 Prozent der Fälle zum gewünschten Zeitpunkt geliefert werden – bei paralleler Senkung der Bestände, sagen die Studienautoren. Dadurch ist es erstmalig möglich, den traditionellen Zielkonflikt zwischen maximalem Kundenservice und minimalen Beständen erfolgreich zu lösen.

Große Unzufriedenheit mit der Lieferkettenplanung

Laut der Camelot-Studie, für die 150 Top Manager der diskreten Fertigungsindustrie in Deutschland befragt wurden, sind 97 Prozent der Unternehmen unzufrieden mit klassischen Supply-Chain-Planungskonzepten. Über die Hälfte (58 Prozent) der Befragten setzen bereits einzelne Elemente des neuen nachfragegesteuerten Planungsansatzes ein. Diese Unternehmen zeigen gegenüber ihren Mitbewerbern eine deutlich bessere Lieferfähigkeit.

„Obwohl einige Unternehmen bereits Ansätze der Demand-Driven-SCM-Methode umgesetzt haben, sind viele Aspekte noch unbekannt und damit ungenutzt. Hier gibt es also noch ein riesiges Potenzial“, kommentiert Dr. Josef Packowski, Managing Partner bei Camelot, die Studienergebnisse.

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Neues Konzept löst alte Probleme

Die Studie ergab, dass Unternehmen ihre Lieferfähigkeit mit einem durchgängigen DDSCM stark verbessern und Kundenwünsche in bis zu 99 Prozent der Fälle erfüllen können. Lagerbestände lassen sich um bis zu 50 Prozent reduzieren, die Kosten sinken dadurch um bis zu 20 Prozent. Darüber hinaus lässt sich die Zeit, die für die Planung benötigt wird, um bis zu 85 Prozent reduzieren.

„Damit Unternehmen von diesen Vorteilen profitieren können, müssen sie das DDSCM jedoch konsequent in allen Stufen implementieren“, erklärt Volker Roelofsen, Partner Industrial Manufacturing bei Camelot. Diese setzen sich zusammen aus einer strategischen Positionierung der Lagerbestände (Abkopplung von der Lieferkette), Bemessung von Reserven und deren dynamische Anpassung, nachfragegesteuerte Planung sowie transparenten, einsehbaren Beständen.

Die Ausrichtung der Supply Chain auf die tatsächliche Kundennachfrage löst nicht nur bestehende Herausforderungen der Fertigungsunternehmen und schafft signifikante Wertschöpfungspotenziale. Sie ist auch eine elementare Voraussetzung für Digitalisierungs- und andere Initiativen, die die Überlebensfähigkeit der Fertigungsunternehmen sicherstellen.

Die komplette Studie ist auf Bestellung unter www.camelot-mc.com kostenfrei erhältlich.