Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne setzt sich vehement für eine Branchenkonsolidierung als

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne setzt sich vehement für eine Branchenkonsolidierung als einzigen Ausweg für Überschusskapazitäten und als Risikoausgleich bei der Einführung neuer Modelle ein. - Bild: Chrysler/GreenMe

Für Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne ist Volkswagen nicht der ideale Kandidat für einen Zusammenschluss.

Der Manager würde zwar sehr gerne mit den Wolfsburgern zusammenarbeiten, habe aber für eine mögliche Fusion einen anderen Wunschkandidaten im Kopf.

Marchionne hat sich bereits bei der Automesse in Detroit im Januar vehement für eine Branchenkonsolidierung als einzigen Ausweg für Überschusskapazitäten und als Risikoausgleich bei der Einführung neuer Modelle ausgesprochen.

Branchenkonsolidierung als einziger Ausweg

Im Juli vergangenen Jahres kamen Gerüchte über ein mögliches Abkommen zwischen Volkswagen und dem italienisch-amerikanischen Autobauer auf, als sich einem Magazinbericht zufolge die Großaktionäre beider Konzerne zu Gesprächen darüber getroffen hatten. Volkswagen und Fiat Chrysler dementierten damals derartige Pläne.

Analysten zufolge sind europäische Autobauer, da sie nach wie vor in der auf das Jahr 2008 zurückgehenden Krise steckten, durchaus Konsolidierungskandidaten. Einer Einschätzung von Fitch Ratings vom Januar zufolge dürften am ehesten Fiat Chrysler, Volkswagen und Peugeot Citroen bei der von den Analysten erwarteten Konsolidierung eine Rolle spielen.

Fiat Chrysler könnte nach dem Börsengang der Sportwagen-Tochter Ferrari im Jahresverlauf eine bessere Rolle in einem Konsolidierungsszenario spielen. Marchionne hält die Tür für einen größer als bislang geplanten Börsengang von Ferrari offen. Er sagte, möglicherweise würden mehr als 10 Prozent der Anteile an die Börse gebracht. Er schloss auch nicht aus, den kompletten Fiat-Anteil von 90 Prozent an Ferrari zu verkaufen. Das sei aber “sehr, sehr unwahrscheinlich”.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke