Fiat Chrysler

Die Inhaber der Napleton Automotive Group werfen Fiat vor, mit Geldzahlungen die Absatzzahlen zu schönen. - Bild: Fiat Chrysler

In der Klage geben die Händler an, dass der Automobilkonzern seinen Händlern Geldzahlungen angeboten haben soll, damit diese falsche Angaben über die Anzahl tatsächlich verkaufter Fahrzeuge machen. Anleger reagieren nervös, die Aktie des Unternehmens war mehrfach vom Handel ausgesetzt, nachdem sie mehr als zehn Prozent im Minus notierte.

Die Inhaber der Napleton Automotive Group, die Verkaufsstellen in Illinois und Florida hat, werfen dem italienisch-amerikanischen Fahrzeugbauer vor, mit Geldzahlungen die Absatzzahlen zu schönen. Händler würden durch die finanziellen Anreize falsche Angaben machen. Dadurch gebe es den Eindruck, dass die Entwicklung bei Fiat Chrysler bessr ist als sie tatsächlich sei, heißt es in der Klage.

Edward Napleton, President von Napleton Automotive Group, war kurzfristig für einen Kommentar nicht zu erreichen.

Der Konzern wies die Vorwürfe zurück. Zwar sei die Klage in den USA noch nicht zugestellt worden, man gehe aber davon aus, dass der Vorwurf unbegründet sei. Man werde sich dagegen zur Wehr setzen.

Die Verkaufsbilanz des Automobilherstellers, der in den vergangenen Jahren in den USA massiv aufgeholt hat, ist beeindruckend: In den vergangenen 69 Monaten hat Fiat Chrysler über steigende Verkäufe berichtet. Ein Großteil des Schwungs kam dabei von immer neuen Modellen und attraktiven Kaufanreizen.

In den USA verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 2,24 Millionen Fahrzeuge. Es war damit das sechste Jahr in Folge, in dem die Absätze stiegen. Während dieser Zeit konnte Fiat Chrysler auch stetig den Marktanteil ausbauen. CEO Sergio Marchionne verwies angesichts dieser Entwicklung immer wieder auf die Erfolge seit der Rettung von Chrysler im Jahr 2009.