Sollte die Fluglinie bis Ende Juni kein "materielles Angebot" vorlegen, finden ab 1. Juli Streiks

Sollte die Fluglinie bis Ende Juni kein "materielles Angebot" vorlegen, finden ab 1. Juli Streiks statt, sagte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies am Montag. - Bild: Lufthansa

In den festgefahrenen Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Lufthansa und ihren Flugbegleitern hat die Gewerkschaft Ufo der Airline ein Ultimatum gesetzt.

Sollte die Fluglinie bis Ende Juni kein “materielles Angebot” vorlegen, finden ab 1. Juli Streiks statt, sagte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies am Montag.

Die Lufthansa und die Flugbegleiter haben im Tarifstreit lange über Themen wie die Übergangs- und Altersversorgung gestritten. Am Wochenende konnten die Schlichter, die frühere Justizministerin Herta Däubler-Gmelin und der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz, keine Schlichtungsempfehlung abgeben.

“Wir haben die Ansprechpartner in der Schlichtung nicht mehr gefunden”, kritisierte Dirk Vogelsang, der Verhandlungsführer der Agenda-Kabine Verhandlungen bei der Gewerkschaft. Die Lufthansa habe das Verfahren “absichtlich scheitern lassen”, sagte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies.

Deutschlands größte Fluggesellschaft befindet sich mit diversen Gewerkschaften für unterschiedliche Beschäftigungsgruppen in Tarifverhandlungen. Ein Knackpunkt ist in allen Verhandlungen die betriebliche Altersvorsorge. Zuletzt hatten die Piloten die Airline mehrfach bestreikt. Im Mai hatte deren Gewerkschaft Cockpit einer Gesamtschlichtung zugestimmt, bis Ende Juli wird es hier keine Streiks geben.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht