Das fahrerlose Transportsystem befindet sich bei mehreren Nutzern im Einsatz: Bild: Jungheinrich

Das fahrerlose Transportsystem befindet sich bei mehreren Nutzern im Einsatz: Bild: Jungheinrich

HAMBURG (buc). Unter dem Expo-Dach präsentiert das Hamburger Unternehmen dem Fachbesucher innovative Lösungen entlang der intralogistischen Prozesskette: vom Wareneingang/Lkw-Entladung bis zum Versand/Lkw-Beladung. Als erstes Unternehmen weltweit zeigt Jungheinrich in Hannover eine neuartige Lagernavigation, die im Breitgang eingesetzt werden kann.

„Damit wird es in Zukunft möglich sein, auch die Prozesse außerhalb des Schmalgangs noch effizienter und sicherer zu gestalten“, so Dr. Helmut Limberg, Vorstand Vertrieb bei Jungheinrich. „Mit der Lagernavigation im Schmalgang, die Jungheinrich bereits seit zwei Jahren im Markt positioniert hat, können heute in der Praxis bis zu 25 % höhere Umschlagleistungen erreicht werden.“ Die Navigation im Breitgang unterscheidet sich grundsätzlich von der Navigation im Schmalgang. Während im Schmalganglager die Standortbestimmung des Staplers auf RFID-Technologie und Transpondern im Hallenboden basiert, funktioniert diese im Breitgang über ein Ortungssystem, so Jungheinrich.

„Der Grund hierfür liegt darin, dass im Breitgang die Fahrzeuge nicht wie im Schmalgang geführt werden, sondern frei verfahrbar sind“, ergänzt Helmut Limberg.Ebenfalls präsentiert das Hamburger Unternehmen ein eigenes fahrerloses Transportsystem, den sogenannten Auto Pallet Mover (APM). Diese Jungheinrich-Fahrzeuglösung hat in den vergangenen Monaten verschiedene Feldtests erfolgreich bestanden und befindet sich bereits bei diversen Nutzern im Einsatz, heißt es.

Hierbei handelt es sich um ein im Lager selbstständig fahrendes Flurförderzeug. Haupteinsatzgebiet des APM werden regelmäßige Transportaufgaben sein – beispielsweise vom Wareneingang oder von der Produktion zu einem Übergabeplatz am Regal. Der APM kann entweder als Stand-alone-Lösung oder in Verbindung mit einem Warehouse-Management-System betrieben werden. Als Basisfahrzeuge für die Auto Pallet Mover dienen zuverlässige, erprobte Jungheinrich-Serienfahrzeuge.

Neben einer hohen Verfügbarkeit zählen laut Jungheinrich flexible und problemlose Anpassungen oder Erweiterungen zu den Vorteilen dieser Fahrzeuglösung. Die APM sind wie Serienfahrzeuge in den weltweiten, durch schnelle Reaktionszeiten gekennzeichneten Jungheinrich-Service eingebunden. Jungheinrich stellt den Fachbesuchern auf der Weltleitmesse der Intralogistik ein eigenes Flottenmanagement vor. Das Programm mit dem Namen „ISM Online“ ist in der Lage, Flurförderzeugflotten unabhängig von deren Größe und Komplexität zu managen, zu analysieren und zu optimieren. Damit hat Jungheinrich ein Tool entwickelt, das dem Nutzer die Möglichkeit biete, die Transparenz und Sicherheit im eigenen Lager zu erhöhen und seine Flurförderzeugflotte über mehrere Standorte hinweg – auch länderübergreifend –effizienter zu steuern.

Das Jungheinrich Flottenmanagement besteht aus verschiedenen Produktpaketen, die nach Angaben auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer ausgelegt sind. Der Zugriff auf die entsprechenden Daten erfolgt über das Jungheinrich Managementportal in einem geschützten Bereich im Internet. Damit ist das Abrufen von Informationen praktisch von jedem Ort in der Welt möglich, verspricht das Unternehmen.

Jungheinrich stellt auf der Messe unter anderem einen Elektro-Hochhubwagen vom Typ ERC 212/214/216 vor, der bereits im Vorfeld der Messe auf den Markt kommen wird. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um eine Kombination aus einem wendigen deichselgeführten Stapler und einem schnellen komfortablen Mitfahrergerät. Das Fahrzeug basiert auf einer komplett überarbeiteten Plattform.

Gleichfalls kurz vor der Cemat 2 011 bringt Jungheinrich einen Elektro-Deichselstapler in Breitgangausführung auf den Markt. Der EJC B der Baureihe 1 wurde besonders für die flexible Handhabung von Sondergütern konzipiert. Durch seine verbreiterten Radarme und die bis auf den Boden absenkbaren Schmiedegabeln unterfährt das Fahrzeug bei der Lastaufnahme die Ladeeinheit. Dadurch können beispielsweise geschlossene Paletten wie bei einem freitragenden Stapler auch quer aufgenommen werden, so Jungheinrich.Außderdem erweitert die Firma in diesem Jahr sein Schlepper-Portfolio.

Dem Fachpublikum wird auf der Messe ein neuer Standschlepper mit Superelastik-Antriebsrad vorgestellt. Das Fahrzeug vom Typ EZS C40 basiert auf dem zur Cemat 2005 vorgestellten Jungheinrich-Schlepper EZS 350 XL. Ein wichtiger Unterschied zum Basisfahrzeug sei neben der Superelastik-Bereifung und der damit einhergehenden Anpassung des Antriebsraums die auf einhundert Millimeter erhöhte Bodenfreiheit. Dies ermöglicht dem Schlepper das einfache Überfahren größerer Bodenunebenheiten, beispielsweise zwischen Hallen.

Darüber hinaus wird Jungheinrich der Öffentlichkeit auf der Cemat eine Reihe an weiteren komplett neu entwickelten Flurförderzeugen präsentieren. Hierzu zählen unter anderem Schubmaststapler, weitere deichselgeführte Stapler sowie der DFG/TFG der Baureihe 5s, ein Diesel- bzw. Treibgasstapler mit hydrostatischem Antrieb. Letzterer rundet die seit Beginn des Jahres 2 008 neu auf den Markt gebrachte Baureihe an hydrostatisch angetriebenen Jungheinrich-Verbrennern „nach oben“ ab. Der Stapler wird dem Fachbesucher als Nullserienfahrzeug vorgestellt.

www.Jungheinrich.de    Freigelände, Stand: P33/34