Ford Logo

Der US-Autokonzern Ford will im mexikanischen San Luis Potosi für 1,6 Milliarden US-Dollar ein Werk für die Montage von Kleinwagen errichten. - Bild: Ford

Dow Jones Newswires hatte bereits Anfang Februar unter Berufung auf informierte Personen über die Pläne berichtet.

Vor Ort sollen 2.800 Arbeitsplätze entstehen, Stellen in den USA seien nicht gefährdet, teilte Ford mit. Die ersten Autos sollen 2018 vom Band laufen. Wieviele es sein sollen, sagte Ford nicht.

Mit den Plänen vertraute Personen hatten gesagt, die Kapazität in Mexiko solle um 500.000 Einheiten zunehmen. Das wären mehr als doppelt so viele Fahrzeuge wie sie im Jahr 2015 von den Bändern rollten. Im vergangenen Jahr baute Ford in Mexiko 433.000 Fahrzeuge, entsprechend 14 Prozent der Fertigung in Nordamerika.

US-Gewerkschaft zeigt sich enttäuscht

Der Chef der größten US-Autogewerkschaft UAW, Dennis Williams, bezeichnete die Mexiko-Pläne Fords am Dienstag als "enttäuschend und sehr besorgniserregend".

Ford ist nicht der einzige US-Autobauer, den es gen Süden zieht. In den vergangenen Jahr haben bereits diverse Unternehmen aus der Automobilbranche in Mexiko investiert, angelockt von niedrigeren Löhnen, verbesserter Logistik und Freihandelsabkommen. Speziell für US-Hersteller ist Mexiko nach der Einigung mit der Gewerkschaft UAW auf neue Tarifverträge mit höheren Löhnen im November attraktiver geworden.