DÜSSELDORF (Dow Jones/Wirtschaftswoche/rm). Der CEO des Automobilherstellers Ford, Alan Mulally, rechnet damit, dass mehr als die Hälfte des Absatzes künftig auf Klein- und Kompaktwagen entfallen wird. Entsprechend äußerte sich Mulally in einem vorab veröffentlichten Interview mit der “WirtschaftsWoche” (WiWo).

Ford drücken zwar hohe Schulden in den USA, doch habe der Konzern anders als die zwischenzeitlich insolventen Wettbewerber General Motors und Chrysler keinen Imageschaden davongetragen, so Mulally: “Wer will ein Auto eines insolventen Unternehmens kaufen? Die Kunden wollen nicht nur ein gutes Produkt, sondern auch eine starke Firma dahinter.” Nach Darstellung des Managers bekommt Ford mehr als die Hälfte der hinzugewonnenen Kunden “von heimischen Wettbewerbern”.

Auch auf dem deutschen Markt rechnet sich Mulally bessere Chancen aus. “Wir hatten letztes Jahr in Deutschland mit 7,7% einen der höchsten Marktanteile seit 1999.” Bei der GM-Tochter Opel zeige die Kurve hingegen in die andere Richtung.