Problemmarkt Russland: Trotz großer Absatzprobleme will der US-Autobauer den russischen Markt nicht

Problemmarkt Russland: Trotz großer Absatzprobleme will der US-Autobauer den russischen Markt nicht kampflos räumen. - Bild: Ford

Ford-Finanzvorstand Bob Shank räumt dem “Handelsblatt” gegenüber ein, daß “das Jahr 2015 nicht gut aussieht”. Ford verlor in Russland Marktanteile, weil “eine Reihe von Anbietern ihre Preise aggressiv senkten”. Vor allem japanische und koreanische Autohersteller täten sich dabei negativ hervor. Die japanischen Hersteller nutzten den Wettbewerbsvorteil des schwachen Yens, während “die Koreaner mit den Japanern mithalten wollen”.

Allerdings will der US-Autobauer den russischen Markt nicht kampflos räumen. “Wir passen unsere Preise aggressiv an”, so Shanks.

Aufholjagd in Europa

In Europa sieht sich Ford weiter auf Kurs. Der Autobauer hat 2014 den Verlust im Europageschäft binnen Jahresfrist um 380 Millionen Dollar reduziert. Doch noch immer ist der Konzern hier mit rund einer Milliarde Euro tief in den roten Zahlen. Finanzchef Shank geht fest davon aus, daß die Rückkehr in die Gewinnzone frühestens im Jahr 2016 gelingen wird.

Handelsblatt/Guido Kruschke