Trotz des kriselnden Automarktes in Russland wird Ford einen Kontrollanteil an seinem russischen

Trotz des kriselnden Automarktes in Russland wird Ford einen Kontrollanteil an seinem russischen Joint Venture mit Sollers OJSC übernehmen. - Bild: Ford

Trotz des kriselnden Automarktes in Russland wird der US-Autobauer Ford einen Kontrollanteil an seinem russischen Joint Venture mit Sollers OJSC übernehmen.

Sie hätten nunmal auf Russland gesetzt, hatte Ford-Finanzvorstand Bob Shanks im Januar bei einer Telefonkonferenz mit Analysten indes erklärt. Der Ölpreisverfall und die geopolitische Situation in Russland belasteten zwar. “Aber wir haben Vertrauen, dass es mit der Zeit ein attraktiver Markt sein kann”, sagte Shanks.

Im März war der Autoabsatz in Russland um 43 Prozent eingebrochen. Einige Analysten vertreten allerdings die Auffassung, dass damit der Tiefststand erreicht sei.

Ford sagte, der Schritt werde in einem konsolidierten Joint Venture aus Rechnungslegungsgründen resultieren. Das Unternehmen werde mit Sollers, das Partnerschaften mit einer Handvoll ausländischer Autobauer hat, zusammenarbeiten, um die Fahrzeugpalette in Russland zu erweitern, und zudem seine Investitionen in die dortige Autoteile-Produktion aufstocken. Der Schritt habe keinerlei Auswirkungen auf die Erstquartalszahlen, die diesen Monat bekanntgegeben würden, hieß es in der entsprechenden Pflichtmitteilung am Freitag.

Ford hatte 2014 einen Verlust von 1,1 Milliarden US-Dollar in Europa verbucht und im September den Jahresausblick 2015 für die Region zusammengestrichen. Für Russland buchte Ford in der Konzernbilanz 2014 Abschreibungen in Höhe von 329 Millionen Dollar auf eine Investition in das Joint Venture mit Sollers.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke