Ford, hier die Fiesta-Fertigung in Köln, will in Europa sparen.

Ford, hier die Fiesta-Fertigung in Köln, will in Europa sparen. Darum solle in Abfindungsprogramm für die Beschäftigten anlaufen. - Bild: Ford

Ford will nach der Rückkehr in die Gewinnzone in Europa die Kosten weiter senken. Der US-Autohersteller will auf dem Kontinent im Jahr zusätzlich 200 Millionen US-Dollar jährlich einsparen. Am Mittwoch will Ford eigenen Angaben zufolge den meisten der 10.000 Festangestellten ein Abfindungsprogramm anbieten, wovon Hunderte das Angebot annehmen dürften.

"Das Ziel ist einfach", erklärt Ford-Europachef Jim Farley. Letztlich wolle das Unternehmen nachhaltig Gewinne erzielen, in guten und in schlechten Zeiten. Langfristig wolle die Nummer zwei unter den US-Autoherstellern in Europa eine operative Marge von 6 bis 8 Prozent erzielen. Im vergangenen lag die Rendite bei rund 1 Prozent.

Ford hatte vor rund vier Jahren ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm für die Region gestartet. Seitdem wurden drei Fabriken geschlossen und etwa 5.700 Stellen abgebaut. Die Einschnitte von Ford sind im Vergleich mit denen meisten anderer Hersteller, auch General Motors, härter.

Im vergangenen Jahr erzielte Ford in Europa wieder einen Gewinn von 259 Millionen Dollar vor Steuern - in den drei Jahren davor lag der Verlust in Summe bei mehr als 3 Milliarden Dollar. Insgesamt rund 19 Prozent der gesamten Umsätze erzielte Ford 2015 in Europa.

Zusätzlich zum Abfindungsprogramm will Ford auch weniger lukrative Modelle aus dem Angebot streichen. Stattdessen will sich der US-Hersteller auf SUVs und Fahrzeuge konzentrieren, die eine hohe Rendite abwerfen und mit denen man in Europa besser konkurrieren könne.

Welche Modelle künftig wegfallen, sagte Farley nicht. Im vergangenen Jahr hatten sich beispielsweise der B-Max und S-Max schwach entwickelt, die Verkäufe waren im zweistelligen Prozentbereich gesunken