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Der Apple-Auftragsfertiger Foxconn will in den USA expandieren. - Bild: Nadkachna/Wikipedia/CC-BY-3.0

"Wir können bestätigen, dass wir vorläufige Gespräche über ein potenzielles Investment für die Expansion unseres derzeitigen US-Geschäfts führen", teilte das Unternehmen mit, das formal den Namen Hon Hai Precision Industry Co führt. Das Ausmaß der Investitionen stehe noch nicht fest.

Foxconns Kerngeschäft ist die Montage elektronischer Geräte, der größte Kunde ist der US-Konzern Apple. Die Taiwaner investieren aber auch in High-Tech-Geschäftsfelder wie beispielsweise Robotik, E-Commerce und Gesundheitstechnologie. Welchen Sektor Foxconn für sein US-Investment vorsieht, ist noch nicht klar.

Erst am Vortag hatte sich der japanische Telkom-Mogul Masayoshi Son, der Chef von Softbank, mit Trump getroffen und nach dem Gespräch eine Investition von 50 Milliarden Dollar in den USA angekündigt. Auf dem Dokument, das Son beim Gespräch mit Reportern in den Händen hielt, stand das Logo von Foxconn neben dem von Softbank.

Son und Foxconn-Chairman Terry Gou sind seit langem Freunde. Softbank und Foxconn arbeiten des öfteren bei Investments zusammen, unter anderem bei der Gründung eines Joint Venture mit der chinesischen Alibaba Group zum Verkauf des humanoiden Roboters von Softbank namens Pepper.

Branchenanalysten sagen, Foxconn könnte einen Teil seiner Fertigung in die USA verlegen, es sei aber wohl nicht durchführbar, mit einem größeren Teil der iPhone-Montage umzuziehen. Die Arbeitskosten sind in den USA viel höher als in China. Außerdem hat sich Foxconn dort eine große Lieferkette aufgebaut.