Die französische Regierung sichert ihren Einfluss beim Autohersteller Renault ab und erhöht ihren

Die französische Regierung sichert ihren Einfluss beim Autohersteller Renault ab und erhöht ihren Anteil an dem Konzern um 4,73 Prozent. - Bild: Renault

Die französische Regierung sichert ihren Einfluss beim Autohersteller Renault ab. Sie wird ihren Anteil an dem Konzern um 4,73 Prozent erhöhen und legt dafür bis zu 1,23 Milliarden Euro auf den Tisch.

Sie will damit sicherstellen, dass bei der Hauptversammlung Ende April eine Regel beibehalten wird, nach der langfristig orientierte Investoren ein doppeltes Stimmrecht haben.

Wie die Regierung mitteilte, wird sie maximal 14 Millionen Renault-Aktien kaufen. Bislang ist sie mit 15 Prozent beteiligt. Am Dienstag hat der Staat bereits 9,56 Millionen Aktien für eine ungenannte Summe gekauft, weitere 4,44 Millionen Aktien will er noch übernehmen. Die Renault-Aktien schlossen am Dienstag in Paris mit 85,26 Euro.

Der Schritt zielt darauf ab, dass die Renault-Aktionäre dafür stimmen, dass Investoren, die Aktien mehr als zwei Jahre halten, das doppelte Stimmrecht genießen.

Die Maßnahme zeige, dass die Regierung bereit und in der Lage ist, die entsprechenden Instrumente zu nutzen, um einen auf Langfristigkeit angelegten Kapitalismus zu unterstützen, der der Entwicklung der Unternehmen und den Arbeitnehmern zugute kommt, sagte der französische Finanzminister Emmanuel Macron in einer Stellungnahme.

Renault war für einen Kommentar unmittelbar nicht zu erreichen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke