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Die langjährige Allianz zwischen Renault und Nissan leidet unter einem Konflikt wegen des wachsenden Einflusses der französischen Regierung bei Renault. - Bild: Renault

"Wir wollen die Allianz erhalten, eine Fusion lehnen wir aber ab", sagte Ministerpräsident Manuel Valls am Sonntag in einem Radiointerview. Die Partnerschaft solle in der derzeitigen Form ohne größere Änderungen in der Überkreuzbeteiligung fortgesetzt werden.

Die langjährige Allianz leidet unter einem Konflikt wegen des wachsenden Einflusses der französischen Regierung bei Renault. Seit 15 Jahren halten beide Unternehmen fein austariert Überkreuzbeteiligungen und tauschen sich auch technologisch untereinander aus. Seit die Regierung jedoch ihre Beteiligung an Renault auf 20 von 15 Prozent ausweitete und dabei zum größten Aktionär des französischen Konzerns wurde, wächst der Ärger darüber beim japanischen Partner.

Vergangene Woche hatte Paris Verhandlungen mit Nissan begonnen, nachdem die Japaner sich über den wachsenden Einfluss der Regierung beschwert hatten. Informierten Personen zufolge prüft das Nissan-Management derzeit, ob man den Anteil an Renault erhöht, um wieder eine Machtbalance herzustellen.