Bei der Frequenzauktion der Bundesnetzagentur bieten Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica

Bei der Frequenzauktion der Bundesnetzagentur bieten Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland nach dem 15. Tag inzwischen mehr als 5 Milliarden Euro. - Bild: Bundesnetzagentur

Bei der Frequenzauktion der Bundesnetzagentur bieten Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland nach dem 15. Tag inzwischen mehr als 5 Milliarden Euro.

Am Donnerstag setzte sich das Bietergefecht auch im 700-MHz-Band fort, nachdem dort nach wochenlanger Ruhe erst am Mittwoch wieder höhere Gebote abgegeben wurden. Die Frequenzauktion droht damit für die Unternehmen teurer zu werden als erwartet. Analysten schätzten die Kosten für die Frequenzen im Vorfeld in einer weiten Spanne zwischen knapp 4 und 5,5 Milliarden Euro. Ein Ende des Bieterkampfes erscheint derzeit noch nicht in Sicht.

Die Summe der Gebote liegt nach der 177. Runde bei 5,08 Milliarden Euro verglichen mit 4,5 Milliarden Euro am Mittwoch.

Im für LTE auf dem Land wichtigen 700-MHz-Band kletterte das Höchstgebot in der Bieterschlacht auf 172 Millionen Euro nach 111 Millionen Euro tags zuvor. Dabei schienen die zur Verfügung stehenden Frequenzblöcke vergeben. Bis gestern gingen seit Auktionsbeginn keine höheren Angebote ein. Telekom, Vodafone und Telefonica teilen sich die sechs Blöcke im 700-MHz-Band aber nach wie vor gleichmäßig auf.

Im 900-MHz-Band, dem alten D-Netz, gingen stiegen die Gebote am Donnerstag weiter auf in der Spitze jetzt 212 Millionen Euro verglichen mit 202 Millionen Euro am Mittwoch. Hier hält die Telekom jetzt drei, Vodafone und Telefonica je zwei der verfügbaren Frequenz-Blöcke. Im 1.800-MHz-Band, das bislang hauptsächlich für Sprachtelefonie genutzt wird, sich in urbanen Verdichtungsräumen aber auch für LTE-Mobilfunknetze der jüngsten Generation nutzen lässt, stieg das Höchstgebot auf 258 Millionen Euro nach 249 Millionen Euro am Mittwoch.

Im 1.500-MHz-Band, das ungepaart vergeben wird und sich daher technisch schwerer nutzen lässt, kletterte der Preis bei vier der acht Blöcke auf 43 von 39 Millionen Euro. Nunmehr hält die Telekom hier fünf, Vodafone nur drei der zur Verfügung stehenden Frequenzblöcke, nachdem sich beide Unternehmen am Mittwoch die Blöcke noch gleichmäßig geteilt hatten. Dies deutet darauf hin, dass sich auch am Freitag der Bieterwettstreit fortsetzt. Telefonica Deutschland hat bislang noch kein Gebot in diesem Band abgegeben.

Insgesamt werden in der laufenden Auktion 31 Blöcke mit zusammen 270 Megahertz Spektrum versteigert. Jeder Bieter muss auf ein bereits bestehendes Gebot mindestens 5 Prozent drauflegen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht