Friedhelm Loh

Friedhelm Loh hat seine Aktien am Roboterhersteller Kuka an den chinesischen Midea-Konzern verkauft. - Bild: Rittal

Der Milliardär Loh hielt über seine Holdinggesellschaft Swoctem einen Anteil von 10 Prozent an der Augsburger Kuka AG. "Ich habe am Donnerstag die Entscheidung zum Verkauf des Aktienpakets gefällt und am Freitag umgesetzt", sagte Loh dem Handelsblatt.

Die beiden Großaktionäre hätten sich aber nicht abgestimmt. Loh kassiert mit dem Verkauf eine halbe Milliarde Euro, wie das Handelsblatt weiter schreibt.

Der Maschinen- und Anlagenbauer Voith hatte sich am Freitag für den Verkauf seines Aktienpakets über 25,1 Prozent entschieden, wie Voith-Chef Hubert Lienhard dem Handelsblatt bereits am Wochenende sagte. Das Unternehmen nimmt mit dem Verkauf 1,2 Milliarden Euro ein.

Midea hält jetzt bereits 48,5 Prozent, damit fehlen den Chinesen nur noch 1,5 Prozent bis zur Mehrheit. Auch Kuka-Chef Til Reuter hatte einen Teil seiner Aktien bereits angedient und dafür gut 1 Million Euro erlöst. Die Übernahmeofferte in Höhe von 115 Euro je Aktie läuft noch bis zum 15. Juli und war an die Bedingung geknüpft, dass die Chinesen auf mindestens 30 Prozent kommen.

Das Übernahmeangebot aus China hatte auch in Berlin hohe Wellen geschlagen, weil Midea deutsche Schlüsseltechnologie erwirbt. Auch sorgte die Rolle des Kuka-Chefs Till Reuter für Irritationen, da dieser sich sehr früh positiv zu den Ambitionen der Chinesen geäußerte hatte.