Aufschwung

Der deutschen Wirtschaft geht es gut. - Bild: Pixabay

Die 104 Punkte liegen deutlich über der 100-Punkte-Marke, die einen durchschnittlichen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts anzeigt, wie das DIW am Mittwoch in Berlin mitteilte. DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner erklärte gleichzeitig aber auch, dass für die kommenden Quartale "mit einem etwas geringeren Tempo zu rechnen" sei.

Nachdem die Wirtschaftsleistung in Deutschland bereits im Auftaktquartal um überdurchschnittliche 0,6 Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten gestiegen war, ist laut DIW für das zweite Vierteljahr erneut ein deutliches Plus von knapp einem halben Prozent zu erwarten. Eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft bleibt der DIW-Expertise zufolge der Arbeitsmarkt.

Die DIW-Experten erwarten bei spürbaren Lohnzuwächsen eine "ordentliche Steigerung" der Einkommen der privaten Haushalte. "Allerdings zieht auch die Teuerung etwas kräftiger an, so dass der Konsum - in realer Abgrenzung - wohl an Fahrt verliert", heißt es beim DIW.

Erwartungen gedämpft

Fichtner dämpft gleichwohl übermäßig optimistische Erwartungen. "In der Industrie wachsen die Bäume nicht in den Himmel: Während es im laufenden Quartal wohl einen deutlichen Schub geben dürfte, wird sie im weiteren Verlauf eher wieder auf einen moderaten Aufwärtskurs einschwenken", erklärte er. Für eine Entschleunigung spreche auch, dass die Unternehmen die aktuelle Lage günstiger beurteilen als die Aussichten. "Deshalb dürften auch die Unternehmensinvestitionen - selbst wenn mit dem Zuwachs zum Jahresauftakt der Abwärtstrend gebrochen wurde - im weiteren Verlauf nur verhalten ausgeweitet werden."