Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones

FRANKFURT (ks)–Eine einfache Fortschreibung des gegenwärtig positiven Trends in das Jahr 2011 sei verfrüht, erklärte der MDAX-Konzern in seinem Neunmonatsbericht. Die konjunkturelle Erholung sei weiterhin risikobehaftet. Das zeigten unter anderem die erheblichen Preis- und Kursschwankungen bei Rohstoffen, Währungen und Sachwerten.

Vor dem Hintergrund der guten Entwicklung im dritten Quartal zeigte sich Fuchs zuversichtlich für das vierte Quartal. Die gesamtwirtschaftliche Lage habe sich in den Monaten Juli bis September in vielen Weltregionen besser als erwartet entwickelt, hieß es. Belastet wurde der Konzern allerdings von Rohstoffkostenverteuerungen, die zu einer rückläufigen Bruttomarge führten. Dank eines hohen Umsatzes und unterproportionaler Kostensteigerungen in anderen Bereichen sei dieser Effekt im dritten Quartal aber weitgehend kompensiert worden, erklärte das Unternehmen.

Der Konzern bestätigte auch seine am 21. Oktober präzisierte Jahresprognose wonach 2010 der Umsatz bei ca 1,4 Mrd Euro landen soll und das EBIT bei etwa 240 Mio Euro erwartet wird. Das wäre das höchste EBIT in der Konzerngeschichte.

Angesichts der guten Ertragslage rechnet Fuchs im Gesamtjahr noch mit einem “nennenswerten” freien Cashflow, der gestiegene Umsatz werde dabei, anders als im Vorjahr, einen Teil der Mittel binden, erklärte das Unternehmen. Im Vorjahr hatte der Konzern bei einem Umsatzrückgang von 15,5% einen Rekordwert beim freien Cashflow von 181 Mio Euro erzielen können. Im Dreivierteljahr 2010 lag der freie Cashflow bei 65,5 (Vorjahr 125,2) Mio Euro.

Das Unternehmen geht davon aus, strategisch wichtige Investitionen weiter intern finanzieren zu können. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Wachstumsmärkte will Fuchs planmäßig fortsetzen. Zudem sollen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld weitere Marktanteile hinzugewonnen werden.

Im dritten Quartal stiegen die Umsatzerlöse getrieben von starkem Wachstum in den Regionen Asien-Pazifik, Afrika sowie Nord- und Südamerika auf 383 Mio Euro, nach 304 Mio Euro im Vorjahr. Das EBIT kletterte auf 66,9 Mio Euro, im Vorjahresquartal waren 56 Mio Euro erreicht worden. Nach Steuern und Minderheitsanteilen verdiente Fuchs 46 Mio Euro im Quartal, nach 38,5 Mio Euro im Vorjahr.