Gabriel Merkel

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (li.) will eine Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka durch den chinesischen Midea-Konzern vereiteln. - Bild:

"Es gibt Bemühungen, ein alternatives Angebot zu formulieren", sagte Gabriel am Mittwoch in Berlin. Es sei aber nicht sicher, ob es dazu komme, schränkte der SPD-Chef ein.

Die Süddeutsche Zeitung hatte berichtet, dass Gabriels Ministerium intensiv an einer deutsch-europäischen Allianz arbeitet, um dem Verkauf des führenden Roboterherstellers nach China zuvor zu kommen.

Als Kandidat für die Führung des Konsortiums gilt der ABB-Konzern aus der Schweiz, wie das Blatt schreibt. In Berlin wird Kuka als zentral für die Digitalisierung der deutschen Industrie gesehen. Ein Abfluss von Know-how in das Reich der Mitte soll verhindert werden. Midea hatte Mitte Mai eine Offerte für die Augsburger in den Ring geworfen.