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Bombardier hatte im Februar angekündigt, weltweit etwa 7.000 Arbeitsplätze zu streichen. - Bild: Bombardier

Die Aussage machte der Minister nach einem Treffen in seinem Hause mit Vertretern von Bombardier, der IG Metall und den Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Stanislaw Tillich (CDU) und Dietmar Woidke (SPD). Die Politik werde alles tun, um die Sicherheit der Arbeitsplätze zu gewährleisten. Es sei aber noch ein weiter Weg.

Bombardier hatte im Februar angekündigt, weltweit etwa 7.000 Arbeitsplätze zu streichen. In der Bahnsparte soll es 3.000 Mitarbeiter treffen, 1.430 davon in Deutschland. Bombardier unterhält Entwicklungs- und Fertigungsstandorte im sächsischen Bautzen und Görlitz sowie im brandenburgischen Henningsdorf.

"Unser großes Ziel ist, dass die Entwicklungskapazitäten von Bombardier, aber vor allem die Industriestandorte in Deutschland und insbesondere in Ostdeutschland erhalten werden", sagte Gabriel. Ostdeutschland brauche die Arbeitsplätze. "Ich bin erleichtert, dass wir jetzt in eine Phase eintreten, in der nicht mehr jeder für sich Stellung nimmt, sondern miteinander geredet wird im Sinne der Beschäftigten."

Beim Treffen im Ministerium, das die Teilnehmer als "konstruktiv" beschrieben, wurden Beratungen zwischen IG Metall, Betriebsrat und Bombardier vereinbart, die bis zur Sommerpause laufen sollen.

"Bombardier befindet sich weltweit in einem Transformationsprozess", sagte Bombardiers Deutschlandchef Michael Fohrer, der ebenso wie Laurent Troger, Chef der Transportation-Sparte, an dem Treffen teilnahm. Auslöser für diesen Prozess sei die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit in einem harten Umfeld, das durch neue auf den Markt drängende Rivalen aus China und Osteuropa noch verschärft werde.

"Wir können sehen, dass es einen Strukturwandel braucht", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter des IG Metall Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen. Das gehe aber nicht gegen die Belegschaft, sondern nur mit der Belegschaft. Es werde sich in den kommenden Wochen und Monaten erweisen, wie der Prozess vorankommt. "Es hat heute einige positive Signale gegeben", sagte Höbel. Er habe aber nochmal "sehr deutlich gemacht", dass die Kollegen existenzielle Ängste haben.