Mario Mehren Wintershall Gazprom

Für Wintershall-Chef Mario Mehren ist der Milliardendeal der BASF-Tochter mit dem russischen Energieriesen Gazprom ein Zeichen für eine Entspannung bei den deutsch-russischen Beziehungen. - Bild: Wintershall

"Wir gehen davon aus, dass diese Entscheidung als Zeichen des gegenseitigen Vertrauens und der Kooperation eine Signalwirkung entfalten kann", sagte Mehren dem "Handelsblatt".

Trotz politischer Spannungen nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland erhalte ein deutsches Unternehmen mit dem Deal "direkten Zugang zu russischen Erdgasquellen." Gleichzeitig investiere ein russisches Unternehmen in der EU in den Erdgashandel und Gasspeicher, sagte Mehren laut einem am Sonntag vorab verbreiteten Interview aus der Montagsausgabe der Zeitung.

Am Freitag hatten der deutsche Chemiekonzern BASF und Gazprom etwas überraschend ein zwischenzeitlich ausgesetztes milliardenschweres Tauschgeschäft von Geschäftsbereichen doch noch realisiert. Wie eigentlich bereits 2013 vereinbart, gibt die BASF-Gastochter Wintershall das Gashandels- und Gasspeichergeschäft vollständig an Gazprom ab und BASF erhält im Gegenzug mehr Anteile an großen Erdgasfeldern in Sibirien.