OAO Gazprom wies für den Berichtszeitraum einen Rückgang von 16 Prozent bei den Auslieferungen

OAO Gazprom wies für den Berichtszeitraum einen Rückgang von 16 Prozent bei den Auslieferungen nach Europa, den lukrativsten Markt, auf 39,1 Milliarden Kubikmeter aus. Analysten zufolge dürfte das erste Quartal das beste für Gazprom gewesen sein. - Bild: Gazprom

Der schwache Rubel hat dem russischen Erdgasproduzenten Gazprom im ersten Quartal einen Gewinnsprung von mehr als zwei Dritteln auf 382 Milliarden Rubel (umgerechnet rund 5,43 Milliarden Euro) beschert.

Beim Umsatz wurde ein 10-prozentiger Rückgang beim Absatzvolumen durch den positiven Währungseffekt mehr als ausgeglichen. Die Erlöse stiegen um 6 Prozent auf 1,65 Billionen Rubel.

OAO Gazprom wies für den Berichtszeitraum einen Rückgang von 16 Prozent bei den Auslieferungen nach Europa, den lukrativsten Markt, auf 39,1 Milliarden Kubikmeter aus. Analysten zufolge dürfte das erste Quartal das beste für Gazprom gewesen sein. Denn der Gaspreis werde in der zweiten Jahreshälfte zurückgehen, da er an den sinkenden Ölpreis geknüpft sei.

Historischer Gewinneinbruch bei Gazprom im Halbjahresbericht

Das Ministerium schätzt, dass die Erdgasförderung der Gazprom-Gruppe bis Ende des Jahres um 7,2 Prozent auf insgesamt 414 Milliarden Kubikmeter Erdgas schrumpfen wird, was der niedrigste Wert in der gesamten Geschichte des Unternehmens wäre. Dabei kann der Konzern nicht mehr Erdgas verkaufen, weil der Verbrauch an den größten Absatzmärkten bereits zurückgegangen ist.

Dow Jones Newswires/Russia beyond the Headlines/Andrea Hecht