General Electric

General Electric darf das Energiegeschäft der französischen Alstom SA übernehmen, allerdings nur unter Auflagen. - Bild: GE

Wie die EU-Kommission mitteilte, muss GE im Gegenzug für die Genehmigung mehrere Vermögenswerte verkaufen. Für den US-Konzern endet damit eine monatelange Hängepartie um den milliardenschweren Zukauf.

GE muss Kernelemente der Hochleistungs Gasturbinen Sparte von Alstom an das italienische Unternehmen Ansaldo verkaufen, schreibt die Kommission in einer Pressemitteilung. Die Kartellwächter befürchteten, dass durch den Zusammenschluss einer der wichtigsten weltweiten Konkurrenten von GE auf dem Markt für Hochleistungs Gasturbinen wegfallen würde. Die Folge wären geringere Innovationen und höhere Preise gewesen. Die Verpflichtungen von GE räumten diese Bedenken nun aus.

Zukünftige Aufgaben von GE

Weiterhin werde GE die Hochleistungs Gasturbinen-Technologie von Alstom für bestimmte Turbinen abtreten, ebenso das Service-Geschäft von Alstom in Florida, so die Kommission weiter. Auch wird sich das Unternehmen von einer großen Zahl von Entwicklungsingenieuren zwei Testanlagen und diversen Wartungsvereinbarungen trennen.

Das Wall Street Journal hatte am Mittwoch aus Kreisen über die bevorstehende Genehmigung berichtet. Auch die letzte große Hürde - grünes Licht von den zuständigen US-Behörden - könnte GE noch am Dienstag nehmen, sagten die Informanten.

Der Genehmigungsprozess hat fast acht Monate gedauert. Die Frist wurde mehrfach verlängert, während GE versucht hat, die Kommission von der wettbewerbsrechtlichen Unbedenklichkeit des Deals zu überzeugen. GE hatte im Juli eine Reihe mit Zugeständnissen in Brüssel eingereicht, die den "wirtschaftlichen und strategischen Wert" der Transaktion wahrten.