NEW YORK (Dow Jones/ks)–”Die Dinge werden definitiv besser”, sagte der Manager am Dienstag im New Yorker Rockefeller Center vor Investoren. Dies gelte für das gesamte Portfolio.
Für die Industriesparte prognostizierte der Manager im kommenden Jahr einen Umsatzanstieg vor Akquisitionen von rund 5%, nachdem die Geschäftsentwicklung 2010 noch stagnierte. Getrieben werde das Wachstum von den Bereichen Gesundheit, Transport und Dienstleistungen, während die Erlöse im Windkraftgeschäft zurückgehen dürften. Das operative Ergebnis werde allerdings von hohen Forschungs- und Entwicklungskosten belastet. 2012 werde sich das Wachstum weiter beschleunigen, so Immelt.
In den ersten neun Monaten 2010 hatte GE 110 Mrd Dollar umgesetzt. Das waren 5% weniger als im Jahr zuvor. Der Gewinn kam bei 7,1 Mrd Dollar zu liegen – ein Minus von 11% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für 2011 erwartete GE, dass der Umsatz unverändert bleibt oder um bis zu 5% zulegt.
Weiter kündigte Immelt am Dienstag an, bis spätestens Oktober Vorzugsaktien im Volumen von 3 Mrd Dollar zurückkaufen zu wollen, die GE der US-Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway des US-Milliardärs Warren Buffett während der Finanzkrise verkauft hatte, um ihre Liquidität zu stärken.
Der Konzern dürfte auch seinen Akquisitionskurs fortsetzen. Im vierten Quartal hatte GE ihr Energiegeschäft durch die Übernahme des britischen Pipelineherstellers Wellstream und des US-Herstellers von Produkten für die Gas- und Ölindustrie, Dresser, erweitert. Investoren sollten allerdings keine große Übernahme erwarten, sondern eher kleinere Zukäufe zur Ergänzung des Portfolios im Umfang von 1 Mrd bis 3 Mrd Dollar, sagte der CEO.
Auch von dem jüngsten Steuerkompromiss zwischen US-Präsident Barack Obama und dem US-Kongress verspricht sich der Manager positive Impulse. Dies werde sicherlich der Wirtschaft helfen. Immelt gehört zu einer Gruppe von Wirtschaftsvertretern, die sich am Mittwoch mit Obama treffen.