General Electric

GE hat jetzt den Bereich Verkehrs-Finanzierung in einem nicht näher bezifferten Milliardengeschäft an die BMO verkauft. - Bild: GE

Außerdem könnte der US-Industriekonzern bald eine weitere Großtransaktion auf den Weg bringen: Den Verkauf des Asset Managements, das ein Vermögen von 115 Milliarden US-Dollar verwaltet. Entsprechende Überlegungen hat GE jetzt angekündigt.

Größter Nordamerikanischer Finanzierer

Der von der kanadischen Großbank übernommene GE-Bereich, der der größte nordamerikanische Finanzierer von Lkw und Trailern ist, wies per 30. Juni Net Earning Assets von rund 8,7 Milliarden US-Dollar aus. BMO, die nach Bilanzsumme viertgrößte Bank Kanadas, rechnet bis zum Ende ihres ersten Fiskalquartals am 31. Januar 2016 mit dem Vollzug. Der Kaufpreis werde auf Basis des Wertes zum Abschluss der Transaktion ermittelt. Hinzu komme ein nicht spezifiziertes Aufgeld.

Für GE ist die Vereinbarung Teil der Portfolio-Bereinigung der 500 Milliarden Dollar an Aktiva umfassenden Tochter GE Capital. Dadurch will der Konzern den Fokus wieder in Richtung auf das traditionelle Industriegeschäft verschieben und sich aus dem riskanter gewordenen und stark regulierten Finanzsektor weitgehend zurückziehen. Alleine im Juni hat GE mit dem Verkauf von zwei Bereichen der Finanztochter Erträge von knapp 19 Milliarden Dollar erzielt.

Trennung von der Vermögensverwaltung

Für die Trennung von der Vermögensverwaltung hat der Konzern aus Fairfield im US-Bundesstaat Connecticut jetzt die ersten Schritte eingeleitet. Für die Sparte, die unter anderem Pensionspläne in den USA sowie Gelder von institutionellen Anlegern verwaltet, gibt es nach Aussagen von GE-Chairman und -CEO Jeff Immelt "beträchtliches Interesse von bedeutenden Finanzunternehmen". Die Erlöse aus dem möglichen Verkauf sollen in den GE-Pensionsfonds fließen, wie das Unternehmen mitteilte.