BOCHUM (Dow Jones/rm). Falls der aktuelle Trend nicht von neuen weltwirtschaftlichen Turbulenzen gebremst werde, sollte GEA wie geplant den Vorjahresumsatz von 4,4 Mrd EUR erreichen, erklärte Vorstandsvorsitzender Jürg Oleas am Freitag. Der Bochumer MDAX-Konzern geht weiter davon aus, dass der Auftragseingang 2010 moderat zulegen und die operative Marge mindestens auf dem Vorjahresniveau liegen wird.

Im zweiten Quartal kletterten die Neubestellungen zum Vorjahr um 12,7% auf 1,167 Mrd EUR. Den Umsatz gab GEA mit 1,065 Mrd EUR an, was einem Rückgang von 3,5% entspricht. Das um Restrukturierungskosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb mit 71,7 (Vorjahr: 71,2) Mio EUR nahezu stabil. Von Dow Jones befragte Analysten hatten durchschnittlich 70 Mio EUR erwartet. Das berichtete EBIT lag mit 56,7 Mio EUR aber unter dem Vorjahreswert von 58,1 Mio EUR und auch unter den von Analysten geschätzten 63 Mio EUR.

Ergebnisseitig profitiert GEA von Kosteneinsparungen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen, zu dessen Kundenkreis etwa die Nahrungsmittelbranche und die Energiewirtschaft zählen, aufgrund des Nachfragerückgangs im Zuge der Wirtschaftskrise Stellen gestrichen und eine Neustrukturierung der Konzernsegmente auf den Weg gebracht. Im Gesamtjahr 2009 erreichte die um Restrukturierungskosten bereinigte EBIT-Marge 7,6%, der berichtete Wert lag bei 6,1%.