Der Spezialmaschinenbauer GEA Group profitiert weiter vom konjunkturellen Aufschwung und hat im Schlussquartal mehr Neugeschäft verbucht als erwartet.

Von Philipp Grontzki 

BOCHUM (DJ/gk). Zugleich kündigte der MDAX-Konzern aus Bochum am Montag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen für 2010 an, mit weiterem Wachstum zu rechnen und die Dividende für das abgelaufene Jahr um ein Drittel erhöhen zu wollen. Die laufende Restrukturierung ist – zumindest was die Kosten betrifft – abgeschlossen.

Im vierten Quartal stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 24% auf knapp 1,25 Mrd Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. Auf Gesamtjahressicht kletterte der Wert um 12% auf rund 4,58 Mrd Euro. GEA selbst hatte ein Plus von 7% bis 10% in Aussicht gestellt. “Die Erholung der Absatzmärkte der GEA Group beschleunigte sich im Laufe des Jahres”, teilte das Unternehmen mit.

Nach dem Krisenjahr 2009 zog die Nachfrage für GEA zuletzt wieder spürbar an. Das Unternehmen will aber auch seine generelle Profitabilität erhöhen und hat in diesem Rahmen eine Restrukturierung eingeleitet, die auch Stellenstreichungen beinhaltet. Die Maßnahmen betreffen neben der schon vor längerer Zeit eingeleiteten Neustrukturierung der Wärmetauscher-Aktivitäten vor allem das Segment Mechanical Equipment, welches verfahrenstechnische Komponenten liefert, sowie den Bereich der industriellen Kältetechnik.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 119 Mio Euro für die Restrukturierung verbucht, weitere Kosten werden laut einem GEA-Sprecher nicht anfallen. Das Unternehmen, zu dessen Kundenkreis etwa die Nahrungsmittelbranche und die Energiewirtschaft zählen, bekräftigte zudem, dass kein weiteres Restrukturierungsprogramm geplant ist.

Da sich neue Aufträge erst mit Verzögerung im Umsatz widerspiegeln, blieben die Erlöse im Gesamtjahr 2010 mit rund 4,42 Mrd Euro wie angekündigt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Marge bezogen auf das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag zwischen 8% und 8,1%, nach 7,6% im Vorjahr. Das berichtete EBIT sank hingegen auf rund 237 (Vorjahr: 268) Mio Euro.

Einen konkreten Ausblick für das laufende Jahr gab GEA am Montag nicht ab, sondern erklärte lediglich, dass das Wachstum anhalten werde. Details dürften am 10. März folgen, wenn das Unternehmen seine Jahrespressekonferenz abhält.