Nach neusten Angaben sollen noch mehr Plätze wegfallen als geplant. - GEA

Nach neusten Angaben sollen noch mehr Plätze wegfallen als geplant. - GEA

Der Maschinenbauer GEA hat im ersten Quartal ein solides Wachstum hingelegt, will aber dennoch stärker sparen und weitere Stellen streichen. Nach neusten Angaben sollen noch mehr Plätze wegfallen als geplant.

Anlässlich der Hauptversammlung am Donnerstag berichtete die GEA Group AG nach vorläufigen Berechnungen über einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro im ersten Quartal, ein Plus von 5 Prozent. Der Auftragseingang der Düsseldorfer stieg sogar um 8,7 Prozent auf 1,1 Milliarde Euro. Während einerseits Rückgänge aus den Kundenindustrien Öl und Gas sowie Marine verkraftet werden mussten, konnte andererseits das Nahrungsmittel- und Getränkegeschäft zulegen.

Das Umbauprogramm “Fit for 2020″ habe Fortschritte gemacht, teilte GEA weiter mit. Nach einer Analyse der Konzernstruktur seien weitere Einsparpotenziale gefunden worden. Die neue Konzernstruktur mit weniger Hierarchiestufen und verringerter Komplexität soll bis Ende 2016 eingeführt sein. Dabei sollen mit 1.450 Stellen etwa 450 Arbeitsplätze mehr wegfallen als bislang angekündigt. Ab 2017 rechnet das Unternehmen mit jährlichen Einsparungen von mindestens 125 Millionen Euro. Bisher hatte GEA hier nur mindestens 100 Millionen in Aussicht gestellt. Allerdings werden sich auch Einmalaufwendungen erhöhen. Hier nannte das Unternehmen keine Zahlen.

GEA bestätigte die Prognose, wechselkursbereinigt und organisch vor Einmaleffekten den Umsatz im laufenden Jahr “moderat” zu steigern. Das operative EBITDA soll dabei 580 bis 620 Millionen Euro erreichen, nachdem diese Kennziffer im vergangenen Jahr bei 591 Millionen Euro lag. In der Prognose sind erste Einsparungen aus der Konzernreorganisation noch nicht berücksichtigt. Deshalb will GEA bei Vorlage des vollständigen Quartalsberichtes am 11. Mai den Ausblick präzisieren und Details zu den erwartenden Einsparungen und Aufwendungen aus dem Programm “Fit for 2020″ nennen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht